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Die Physiker - Vom Kampf um die Weltherrschaft

28.02.2021 / 18:00 Uhr  -  28.02.2021 / 21:00 Uhr


Am Sonntag, 28. Februar 2021 um 18 Uhr sind „Die Physiker“ zu Gast im Theater am Ring.



„Die Physiker“, ein Stück von Dürrenmatt, bis heute immer noch aktuell, wird in 2021 in Saarlouis gespielt. Foto: Loredana La Roca

Die Tragikomödie von 1961 aus der Feder Friedrich Dürrenmatts zählt schon längst zu den modernen Klassikern und hat bis heute nichts an Aktualität eingebüßt. Schauplatz ist das heimelige Schweizer Sanatorium „Les Cerisiers“. Hier wurden zwei Krankenschwestern ermordet, angeblich erdrosselt von ihren Patienten. Auf den ersten Blick erscheinen diese durchaus harmlos: Der eine hält sich für Albert Einstein, der andere für Sir Isaac Newton und dem dritten – Johann Wilhelm Möbius – erscheint der König Salomon. Doch unter den Augen des mit dem Fall betrauten Inspektors Voß offenbart sich immer deutlicher, dass hier nichts so ist, wie es scheint. Möbius z.B., ist nicht etwa ein ‚Irrer‘ sondern ein brillanter Physiker, der die „Weltformel“ entdeckt hat. Weil aber deren Anwendung katastrophale Folgen für die Menschheit haben würde, versteckt er sich im Irrenhaus, in der Hoffnung, sein Wissen vor der Welt zu verheimlichen. Mathilde von Zahnd, die missgestaltete Chefärztin des Irrenhauses, hat bereits Kopien von Möbius’ Aufzeichnungen erstellt und will mit der Formel die Weltherrschaft erringen. 1962 am Zürcher Schauspielhaus uraufgeführt, wurde „Die Physiker“ sofort zum Publikumsrenner und war in der Spielzeit 1962/1963 das meistgespielte Stück auf deutschen Bühnen. Auch Jahrzehnte später gehört es noch zu den am häufigsten aufgeführten Stücken Dürrenmatts und ist Pflichtlektüre an vielen Schulen.


Dürrenmatt schrieb das von ihm selbst als „Komödie“ untertitelte Stück im Jahr 1961, als die Nukleartechnik noch jung war und der Kalte Krieg auf einen gefährlichen Höhepunkt zusteuerte. Zum ersten Mal entstand zu dieser Zeit ein Bewusstsein dafür, dass von nun an das Ende der Welt in der Hand des Menschen selbst liegen könnte, sei es als mögliche Folge einer aktiven Handlung oder als Folge eines Kontrollverlusts über die eigene Technik. In der Aufführung in Saarlouis spielen Peter Bause, Hellena Büttner, Sibylla Rasmussen, André Vetters, Stephan Bürgi, Regula Steiner-Tomic, Christian A. Hoelzke, Raimond Knoll und Tina Rottensteiner. Peter Bause ist ein erfolgreicher deutscher Theaterschauspieler, der in unzähligen Stücken mitwirkte. Unter anderen war er „Lyman“ in Millers „Talfahrt“, Mr. Jay in George Taboris „Goldberg Variationen“ und der Erzähler in Brechts „Der Kaukasische Kreidekreis“. Aber auch in Solostücken wie „Der Kontrabass“, „Der Fall Judas“ oder „Tagebuch eines Wahnsinnigen“ wurde er gefeiert. Weitere Aufmerksamkeit erlangte Bause durch verschiedene Rollen im Fernsehen. Daneben findet er noch Zeit, als Dozent an der Hochschule Schauspielkunst zu unterrichten. Hellena Büttner entstammt einer Familie, die bereits in der fünften Generation Theatermenschen hervorgebracht hat. Auch sie glänzte in vielen klassischen Rollen am Theater, doch ihr Schwerpunkt lag im Bereich Film und Fernsehen. Man kennt sie aus dem „Polizeiruf 110“ und der „Praxis Bülowbogen“. Seit Mitte der 90er Jahre ist sie regelmäßig mit dem Euro-Studio Landgraf und Peter Bause auf Tournee. So auch in der kommenden Spielzeit in Saarlouis. Man darf sich auf zwei herausragende Charakterdarsteller freuen.


Tickets gibt’s im ABO (mit Ermäßigung) und einzeln, aber erst nach der Sommerpause. Der Flyer mit allen Infos erscheint im Juli.

 

 


 

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