Historie & Festung  /  Stadtgeschichte  /  Chronik / Zeittafel  /  1918 bis 1945  /  1936

1936

Zusammenschluss der Stadt mit den Gemeinden Fraulautern, Lisdorf, Picard und Beaumarais.

 

Nach der im Jahre 1935 erfolgten Rückgliederung des Saarlandes ins Deutsche Reich wurde die Stadt Saarlouis 1936 mit den Gemeinden Fraulautern, Lisdorf, Picard und Beaumarais zu einer neuen Stadtgemeinde zusammengeschlossen. Der neuen Stadt wurde zugleich ein neuer Name verliehen: bis zum Ende der nationalsozialistischen Herrschaft im Jahre 1945 hieß sie nun "Saarlautern".
Die Stadt erhielt wieder eine deutsche Garnison, und die Hauptverteidigungslinie des Westwalls wurde durch die Ortslagen von Roden und Fraulautern gebaut. Gegen Kriegsende war diese "Siegfriedlinie" drei Monate lang umkämpft, und als sie endlich fiel, hatten Bombenangriffe und Bodenkämpfe den Stadtkern zum Teil, Roden und Fraulautern fast völlig zerstört. In den Jahren 1949 und 1954 vollzog sich der Wiederaufbau in der Innenstadt nach einer einheitlichen Planung. Auf ihrer Grundlage entstanden am Großen Markt und in der Deutschen- und Französischen Straße die Geschäftshäuserblocks und das Rathaus, deren Ensemble auf die Bauformen der Altstadtviertel Bezug nahm und die in Verbindung mit dem Großen Markt trotz einer gewissen Gleichförmigkeit der City ihren hellen und großzügigen Charakter gibt.
1970 kam die Nachbargemeinde Neuforweiler per Vertrag zu Saarlouis und wurde siebter Stadtteil. Bei der Gebietsreform des Jahres 1974 ging die Stadt leer aus.
Im Dezember 1960 beauftragte der Stadtrat Professor Reichow mit der Projektierung eines neuen Wohngebietes auf dem Höhenrücken zwischen Roden und Fraulautern. Im Herbst 1967 begann man mit der Bebauung. In der Folgezeit entwickelte sich daraus der heutige Stadtteil Steinrausch.