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Festungsanlagen, Saaraltarm und Stadtgarten

Das Naherholungsgebiet Saaraltarm ist ein „Geschenk des Himmels“. Es verdankt seine Existenz dem zur Abwendung künftiger Hochwasserkatastrophen 1972 realisierten Saardurchstich I. Die Stadt nutzte die einmalige Chance und baute in einem Zeitablauf von 2 Jahren den vom neuen Flusslauf abgehängten Altarm der Saar zu einem mit Wegen, Brücken, Treppen und Rampen durchzogenen Naherholungsgebiet aus. Nur zwei Minuten Fußweg vom Stadtzentrum entfernt liegt dieser reizvolle Grünbereich. Ein fast 5 km langer Uferweg säumt das 10,4 Hektar umfassende, fischreiche Gewässer, das auch von Wasservögeln verschiedener Art belebt wird. Hier darf auch geangelt werden.

 

Der angrenzende Stadtgarten wurde in seiner heutigen Form 1928 angelegt. Er fügt sich mit seinem romantisch verzweigten Wegenetz harmonisch an das Naherholungsgebiet an. In seinem üppigen Baumbestand finden sich wertvolle alte Exemplare. Zu jeder Jahreszeit sind Stadtgarten und Naherholungsgebiet für Jung und Alt beliebte Orte der Ruhe und der Entspannung. Diese citynahe „grüne Lunge“ erstreckt sich über eine Fläche von insgesamt 35 Hektar.

 

Nach der Schleifung der Festung 1889 gab man die wenigen verschont gebliebenen Festungsteile lange Zeit dem Verfall preis. Erst beim Bau des Anton-Merziger-Ringes (1968) und dem Ausbau des Naherholungsgebietes Saaraltarm besann sich die Stadt wieder auf ihren Festungscharakter. Die Anlagen wurden freigelegt und sorgfältig restauriert. Ein Großteil davon befindet sich im Naherholungsgebiet „Saaraltarm“ und im Stadtgarten.