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Kaserne VI

Die Kaserne VI in der Alte-Brauerei-Straße wurde 1866 - 1869 anstelle der ursprünglichen französischen Kaserne im klassizistischen Stil erbaut. Ihre ungewöhnliche Länge von 185 m deutet auf die große strategische Bedeutung hin, die auch die Preußen der Festungsstadt Saarlouis beimaßen. 35 wuchtige Gewölbeachsen prägen das Innere der Kaserne VI. Bis 1918 war das Bauwerk Stammkaserne des Infanterieregimentes Nr. 30 Graf Werder. In den 70er Jahren erfolgte mit viel technischem und finanziellem Aufwand die Restaurierung. Die Polizeiinspektion, das Städtische Museum, das Stadtarchiv und die Ludwig Galerie haben dort eine angemessene Heimstätte gefunden.

 

Das Städtische Museum und das Stadtarchiv vermitteln wertvolle Einblicke in die Entwicklungsgeschichte dieser Region und der Stadt Saarlouis. Das Museum beherbergt ein großes Repertoire kulturhistorischer und geschichtlicher Exponate, u.a. ein 1980 zur 300-Jahrfeier angefertigtes Modell der Stadt und Festung Saarlouis nach Plänen, die der baulichen Situation der Festung im Jahre 1726 entsprachen.

 

Das angegliederte Stadtarchiv beherbergt eine umfangreiche Sammlung von historischen Dokumenten und Schriftstücken, die Aufschluss geben über die geschichtliche, wirtschaftliche und politische Entwicklung der Stadt Saarlouis und ihrer Region. Ebenso ist dort ein bis in die Zeit vor 1900 zurückgehendes Zeitungsarchiv vorhanden.

 

Zu den Ludwig – Museen gehörend, bietet die Ludwig Galerie Saarlouis ein ungewöhnliches und spannendes Ausstellungsprogramm.


Kunst als Medium um Menschen miteinander in Kontakt zu bringen und die erste deutsch-deutsche Städtepartnerschaft bildeten die Grundlage zur Gründung des Hauses im Jahr 1989. Nach 28 Jahren hat nun das Saarlouiser Haus unter dem Dach der Museen in der Kaserne VI sein neues Domizil bezogen und trägt den Namen „Ludwig Galerie Saarlouis“ Zusammen mit dem Kooperationspartner, der Peter und Irene Ludwig Stiftung Aachen, setzt die Kreisstadt Saarlouis mit seiner Ludwig Galerie sein vielgestaltiges Ausstellungskonzept fort.

 

Werke alter und moderner Kunst miteinander „in Berührung“ zu bringen, gleichermaßen „Hoch-“ und „Populärkunst“ zu zeigen, ist Programm.
Internationale Kunst aus Ost und West, wie sie von den Sammlern Irene und Peter Ludwig zusammengetragen wurde, präsentiert sich jährlich in drei wechselnden thematischen Ausstellungen. Ergänzt wird das Ausstellungsprogramm durch Ausstellungen zum reichen Erbe der saarländischen Kunst- und Kulturgeschichte