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Das Werk von Robert Capa und seine Wirken an der Saar“

20.08.2020

Von: Monika Kasper


Die Ludwig Galerie Saarlouis präsentiert vom 30. August bis 29. November 2020 die Ausstellung „Das Werk von Robert Capa und seine Wirken an der Saar“.



Robert Capa, Sizilianischer Bauer zeigt einem amerikanischen Soldaten den Weg, den die Deutschen genommen haben, Troina, Sizilien, August 1943 © Robert Capa © International Center of Photography / Magnum Photos

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Robert Capa, Saarland, September 1934 © Robert Capa © International Center of Photography / Magnum Photos

Robert Capa, Saarland, September 1934 © Robert Capa © International Center of Photography / Magnum Photos

Die rund 100 Arbeiten umfassende Retrospektive zeigt das beeindruckende Werk des berühmten Fotografen Robert Capa (1913- 1954). Innerhalb von 20 Jahren schuf Capa ein Lebenswerk, das bis zum heutigen Tag unvergessen geblieben ist.
Berühmtheit erlangte Robert Capa durch seine legendäre Fotoreportage über den Spanischen Bürgerkrieg, insbesondere durch seine Aufnahme „Tod eines spanischen Legalisten“ aus dem Jahr 1936.


Als Endre Friedmann 1913 in Budapest geboren, studierte er zunächst Journalistik in Berlin. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten gelangte er über Wien nach Paris ins Exil. Seine erste Fotoreportage veröffentlichte er 1932 mit Bildern von Leo Trotzki in Kopenhagen. Diese Bilder entstanden für die Bildagentur Dephot (Deutscher Photodienst), Berlin.


In Paris lernte er André Kertész, Henri Cartier-Bresson, „Chim“ Seymour und Gerda Taro (bürgerlich Gerta Pohorylle, 1910 – 1937) kennen.
In den folgenden Jahren baute er sich einen soliden Ruf als Fotojournalist auf und änderte 1936 seinen Namen in Robert Capa. Seine Fotoreportagen über den Spanischen Bürgerkrieg oder die Landung der Alliierten in der Normandie erschienen in den Zeitschriften „VU“, „LIFE“ oder „Regards“. Nach dem tragischen Tod seiner Lebensgefährtin Gerda Taro 1937 in Spanien übersiedelte Capa 1939 in die USA.


1947 gründete Capa zusammen mit Henri Cartier-Bresson, „Chim“ Seymour, George Rodger und William Vandivert die Agentur Magnum Photos.
Während einer Fotoreportage in Thai-Bin (Frz. Indochina, heute Vietnam) kam Capa 1954 durch eine Landmine ums Leben.


Die Saarlouiser Ausstellung zeigt Fotografien, die zwischen 1932 und 1954 in Frankreich, Spanien, China, Italien, Deutschland, Sowjetunion, Israel sowie Indochina entstanden sind. Auch Porträts berühmter Persönlichkeiten wie z.B. Picasso, Hemingway oder Matisse werden ebenso präsentiert.
Herzstück der Saarlouiser Präsentation wird Robert Capas Fotoreportage sein, die er im September 1934 im Saarland aufgenommen hat. Im Auftrag der französischen Zeitschrift „VU“ kam er zusammen mit dem Korrespondenten Gorta nach Saarbrücken, um die Atmosphäre kurz vor der Saarabstimmung am 13. Januar 1935 einzufangen. Erstmals werden vier Fotografien dieser Reportage gezeigt sowie die beiden Zeitschriftenartikel, die im November 1934 veröffentlicht wurden, als Wandzeitungen.


Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit MAGNUM PHOTOS Paris.

 

Aufgrund der aktuellen Pandemie findet keine Vernissage statt. 
Die Ludwig Galerie Saarlouis öffnet ab Sonntag, 30. August 2020 ab 14 Uhr ihre Pforten zu den üblichen Öffnungszeiten.

 
Am Sonntag, 30. August 2020 findet in Kooperation mit der vhs saarlouis um 15 Uhr eine öffentliche kostenlose Führung durch die Ausstellung „Das Werk von Robert Capa und sein Wirken an der Saar“ statt.


Ebenso besteht die Möglichkeit am Mittwoch, 2. September um 12.30 Uhr am Museumstreff in der Mittagspause teilzunehmen. In einer 20minütigen Kurzführung wird ein Kapitel des fotografischen Werkes von Robert Capa vorgestellt.


Anmeldung zu beiden Veranstaltungen unter 06831/6989811 oder LudwigGalerie(at)saarlouis.de ist zwingend erforderlich