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Die Saarlouiser Museen in der Kaserne VI öffnen ab 01. Juni 2021 wieder ihre Pforten

01.06.2021

Von: Monika Kaspar


Ab Dienstag, 01. Juni 2021 ist es wieder möglich, die Ludwig Galerie Saarlouis und das Städtische Museum Saarlouis zu besuchen. Die Corona-Verordnung des Saarlandes sieht allerdings eine verbindliche Terminbuchung im Vorfeld des Museumsbesuchs vor.



Termine können ab sofort telefonisch für beide Museen unter der Hotline:  06831/6989819 gebucht werden. Sie erreichen uns montags bis freitags von 8 bis 15 Uhr oder per Mail: museen.kaserneVI(at)saarlouis.de
Für den Besuch der Museen benötigen Sie einen offiziellen Nachweis eines negativen Sars-CoV-2 Tests, der nicht älter als 24 Stunden zurückliegt bzw. einen Nachweis, dass Sie vollständig geimpft bzw. genesen sind.
Während des gesamten Museumsbesuchs ist das Tragen einer medizinische Gesichtsmaske (OP-Masken) oder einer Maske der Standards KN95/N95 oder FFP2 verpflichtend. Zudem müssen die Kontaktdaten zur Kontaktnachverfolgung angegeben werden.


In der Ludwig Galerie wird die Ausstellung „Rudolf Hesse – Zwischen Sonntagsidylle und Kriegsnot“ präsentiert. 
Anlässlich des 150. Geburtstages des Saarlouiser Karikaturisten, Zeichners und Malers Rudolf Hesse (geboren 1871 in Saarlouis, gestorben 1944 in München) wird erstmals eine große Auswahl von Zeichnungen, Grafiken und Gemälden aus dem Nachlass des Künstlers in der Ludwig Galerie Saarlouis gezeigt. Aus der überreichen Schenkung, die die Kreisstadt Saarlouis im Jahr 2018 von der Familie Grüninger-Hesse erhalten hat, bestehend aus über 1.300 Werken sowie zahlreichen Dokumenten (u.a. Notizbücher, Briefe etc.), gewährt die Jubiläumsausstellung einen eindrucksvollen Einblick in das Werk von Rudolf Hesse. Neben der Porträtmalerei lag ein Schwerpunkt seines künstlerischen Könnens in der Karikatur und Illustration. Zahlreiche seiner charakteristischen Zeichnungen wurden in den satirischen Zeitschriften „Kladderadatsch“, „Fliegende Blätter“ und „Jugend“ zu Beginn des 20. Jahrhunderts veröffentlicht. Gleichzeitig nehmen die Bilder die Besucherinnen und Besucher mit auf eine sozialkritische Zeitreise zwischen Kaiserzeit, Erstem Weltkrieg und der Weimarer Republik. Die Themenpalette ist sehr weit gespannt.
In seinen Karikaturen setzt sich Rudolf Hesse mit gesellschaftskritischen Themen wie z.B. Armut, Krieg und Politik auseinander. Ebenso stellt er in seinen Werken öffentliches Leben seiner Zeit vor, wie z.B. Musik, Theater und Zirkus. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Porträts sowie religiöse Darstellungen. Rudolf Hesse ist auch in der Wahl seiner Techniken sehr vielseitig: ob Malerei, Zeichnung oder Grafik, alles beherrscht er äußerst virtuos. Werbegrafik, Buchillustration und Entwürfe für Ex libris gehörten ebenso zu seinem Metier. Neben zahlreichen Auftraggebern war er auch für den Saarlouiser Hausen-Verlag tätig. An erster Stelle sind hier Veröffentlichungen des saarländischen Dichters Johannes Kirschweng (1900 – 1951) zu nennen.
In der Ausstellung werden über 120 Werke von Rudolf Hesse präsentiert. Die ausgestellten Werke zeigen Porträts, Karikaturen, Genre, Landschaften, Stillleben sowie Werbe- bzw. Bücherillustrationen. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen seine gesellschaftskritischen Zeichnungen und Karikaturen der 1920er Jahre. Seine überaus zahlreichen Miniaturen im kleinsten Format (ca. 2 x 2 cm) können in einer Videoinstallation von Thomas Wolf völlig neu erlebt werden. Das im Nachlass befindliche Skizzenbuch aus dem Jahr 1895 wurde ebenfalls digitalisiert und kann in der Ausstellung vollständig betrachtet werden.
Seit 2018 wurde der gesamte Nachlass von Rudolf Hesse in der Datenbank „Künstlernachlässe Saar“ (siehe www.künst-lernachlässe-saar.de) erfasst. Dies ist ein Projekt in Kooperation mit dem Institut für aktuelle Kunst im Saarland und der Bürgerstiftung Dresden – Dr. C. und M. Hochdörffer-Stiftung.


Das Städtische Museum Saarlouis präsentiert wertvolle Einblicke in verschiedene Aspekte der Geschichte der Stadt und der Region Saarlouis, der Saargegend und Lothringens. Es beherbergt ein großes Repertoire kulturhistorischer und geschichtlicher Exponate. Ein Schwerpunkt des Hauses liegt dabei natürlich auf der Entstehung und Entwicklung der Festungsstadt des Sonnenkönigs Ludwig XIV.