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Die Vaubaninsel rockt

20.08.2020

Von: Sabine Schmidt


Am Samstag, 29. August präsentiert das Kulturamt im Rahmen der 8. Saarlouiser Festungstage psychedelischen Rock auf der Vaubaninsel. Die aus Saarlouis stammenden Zwillingsbrüder Jan und Marc Rinderspacher haben denselben musikalischen Schwerpunkt, aber jeder seine eigene Band. Der eine im Saarland, der andere in Hamburg. Erstmals spielen die beiden an einem Abend auf einer Bühne. „Silbergerät“ macht den Anfang um 19 Uhr, danach „Civic Soma“ gegen 21 Uhr.



„Silbergerät“ spielt erstmals auf der Vaubaninsel. Foto: Marco Scheid

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„Civic Soma“ aus Hamburg rockt die Vaubaninsel. Foto: Birgit Treimer

Jan Rinderspacher gründete 2015 mit Stefan Kiefer-Janiczek die Band „Silbergerät“, die sich dem deutschsprachigen Psychedelic-Rock widmet. Der Bandname leitet sich von dem Space-Rock-Klassiker „Silvermachine“ von HAWKWIND ab. Komplettiert wird die Besetzung durch Jochen Huppert an den Keys, Marc Hartley am Schlagzeug und Thorsten Jacob am Bass. Die Songs von „Silbergerät“, treffsicher in deutscher Sprache getextet, erzählen direkt und ungefiltert von Scheingöttern, Halbgöttern, Superhelden, Hippiekommunen, Bewusstseinserweiterungen und gutem Karma. Man begegnet Captain Johnny, Heimweh am Hamburger Hafen, der Liebe und aufkeimenden Gefühlen zwischen Robotern. Reisen ins All, ins ICH, in den Alltag und die „Unalltäglichkeit“ dürfen nicht fehlen. Musikalisch bewegt sich „Silbergerät“ stilsicher zwischen Brit-Rock, Stoner-Psychedelic-Rock, NDW und Classic-Rock, garniert mit einer Prise Garage und Prog. Mittlerweile ist „Silbergerät“ ein fester Begriff in der saarländischen Rocklandschaft, kann auf erfolgreiche Konzerte und Festivals zurückblicken. Ende Mai 2018 wurde der Debut-Longplayer „EINS" veröffentlicht und erfreut sich positiver Rückmeldungen. Die 15 Songs bilden eine (fast) komplette Retrospektive über das kreative Schaffen seit der gemeinsamen Anfangszeit.

 

„Civic Soma“ aus Hamburg machen energetischen und dynamischen Psychedelic Progressive Rock. Mal ist ihre Musik mitreißend progressiv, mal psychedelisch sphärisch. Die rhythmisch verspielte treibende Kraft von Marc Rinderspacher (dr) und die filigranen aber wuchtigen Effektgewitter von Arne Horstmann (b) ergänzen sich zu einem gewaltigen Fundament, auf dem Dominik Dawidzinski (keys) und Martin Schulz (git) sich mit vielfältigen Harmonien und gekonnten Läufen austoben können. Darin eingebettet verausgabt sich Marc Borchert (voc), mal gesungen, mal gesprochen, mal mächtig, mal zart. Ihr 2018 erschienenes Debütalbum „Hybris“ erzählt die Geschichte zweier verfeindeter religiöser Krieger, die am Glauben verzweifeln („Riddled“), aufeinander treffen („Pawn Takes Pawn“), ins Koma fallen („Ataraxium“), in die Wüste desertieren („Deserted“) und nach der Erleuchtung („Answers“) und einem Zwischenstopp in der Kosmischen Zufallszentrale („Cosmic Office of Coincidence“) zu einem Gott verschmelzen („Soma Berenices“). Die verworrene Geschichte tut ihren Live-Shows dennoch keinen Abbruch, bei denen sie das Konzeptalbum des Öfteren auch in voller Länge darbieten. Denn ihre Konzerte sind trotz aller Theatralik authentisch, bodenständig und voller Energie.


Die Gastronomie auf der Vaubaninsel ist bereits ab 11 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Aus organisatorischen Gründen kann keine vorherige Reservierung für die Veranstaltung erfolgen. Die zwei Konzerte dauern jeweils etwa 60 Minuten. Besucher müssen gemäß den derzeitigen rechtlichen Vorgaben ihren Namen und Kontaktdaten hinterlassen. Die Daten werden vier Wochen aufbewahrt. Weitere Infos unter Tel.: 06831-6989016.