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"Ein Herz für die Tonne": Neue EVS-Kampagne wirbt für korrekte Mülltrennung

04.05.2018

Von: Petra Molitor/evs


Anfang Mai gaben die Geschäftsführer des Entsorgungsverbandes Saar (EVS), Georg Jungmann und Michael Philippi, gemeinsam mit Oberbürgermeister Peter Demmer auf dem Kleinen Markt den Startschuss zur landesweiten Kampagne „Ein Herz für die Tonne“. Tatkräftig dabei unterstützt wurden sie von TOBI, der Biotonne, die bei mehr als 20 geplanten Veranstaltungen als Maskottchen fungiert. Was ins grüne Abfallgefäß hineindarf und was nicht, hierzu wird Aufklärung geboten.



Premiere in Saarlouis: TOBI, die Biotonne, ist das Maskottchen der EVS-Kampagne „Ein Herz für die Tonne“. Verkleidete Darstellerinnen des ARTefix-Kunstvereins Homburg boten eine humorvolle Performance. Fotos: Petra Molitor

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Mit Tobi als Personifizierung der Biotonne wollen wir den Menschen im Saarland auf sympathische Weise vermitteln, welchen Mehrwert die Biotonne hat“, so FVS-Geschäftsführer Georg Jungmann. „Denn das Biogut, das die Saarländerinnen und Saarländer in ihren Biotonnen sammeln, ist wertvoller Rohstoff für die Erzeugung von Qualitätskompost und Energie“.

 

„Vor dem Hintergrund, dass im Jahr 2021 das EVS-Biomasse-Zentrum für das Saarland in Ensdorf in Betrieb gehen wird, sind ausreichende Mengen ausgezeichneten Biomaterials von besonderer Bedeutung“, ergänzt EVS-Geschäftsführer Michael Philippi. „Denn nur, wenn die Qualität des eingesetzten Rohstoffes stimmt, kann das Ergebnis überzeugen“.

 

Falsches Befüllen verursacht hohen Aufwand und zusätzliche Kosten

 

Biogut muss seit dem 1.1.2015 getrennt gesammelt werden. So schreiben es die Europäische Abfallrahmenrichtlinie und das bundesweit geltende Kreislaufwirtschaftsgesetz vor. Der Entsorgungsverband Saar bietet den saarländischen Bürgerinnen und Bürgern bereits seit 2001 die Biotonne mit 120 Litern Fassungsvermögen an. Diese wird alle zwei Wochen geleert. Die Kosten hierfür belaufen sich auf 58 Euro pro Jahr.

 

Aktuell landen im Saarland allerdings noch zu viele Dinge zwischen biologischem Abfall aus Küche oder Garten, die dort nicht hingehören – beispielsweise Kartonagen, Glas, Plastik, Metall oder sogenannte abbaubare Kunststofftüten. Alle diese Materialien müssen aufwändig aussortiert und zu einer Verbrennungsanlage transportiert werden. So entstehen erhebliche Zusatzkosten, die den Gebührenhaushalt belasten. Beließe man die Störrstoffe im Biogut, würde die Verwertung des Materials behindert und die Qualität des Komposts beeinträchtigt. Es wird davon ausgegangen, dass es einige Zeit dauern kann, bis das saarländische Biogut wirklich störstofffrei ist. Daher ist die Kampagne auch längerfristig angelegt. Weitere Infos erhält man unter www.ein-herz-für-die-tonne.de.

 

Oberbürgermeister Demmer dankte dem Entsorgungsverband Saar, dass er Saarlouis als Auftaktort für die Kampagne gewählt hat. Er begrüßte, dass die Allgemeinheit hierdurch erneut für dieses wichtige Thema sensibilisiert werde. TOBI wird mit seinem „StreetScooter“, einem Elektrofahrzeug, am 29. Mai zum Familienaktionstag im Rahmen der Saarlouiser Woche erneut in der Festungsstadt zu Gast sein.