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Erfolgreichste saarländische Petition in der Staatskanzlei übergeben

24.10.2019

Von: Sigrid Gehl


Am Internationalen Weltmädchentag hat die Landesarbeitsgemeinschaft Kommunale Frauenbeauftragte Saarland bei einem Termin in der Staatskanzlei 35.040 Unterschriften für ein Verbot von Bordellwerbung an den saarländischen Ministerpräsidenten Tobias Hans, kurzfristig vertreten durch Ministerin Monika Bachmann, übergeben.



Foto: Susanne Jung

„Mit mehr als 35.000 Unterschriften ist der Aufruf für ein Saarland frei von Bordellwerbung die erfolgreichste Petition dieses Bundeslandes. Gemeinsam fordern die Unterstützerinnen und Unterstützer die saarländische Landesregierung dazu auf, sich dem Anliegen anzuschließen und Bordellwerbung im öffentlichen Raum abzuschaffen“

 

Am 8. März, dem Weltfrauentag 2019haben die kommunalen Frauenbeauftragten die Petition „Bordellwerbung-Nein danke“ gestartet, um gegen die allgegenwärtige Bordellwerbung vorzugehen. In vielen Städten und Gemeinden werben Bordellbetriebe massiv auf riesigen Plakatwänden und mobilen Werbeflächen, oft in den Innenstädten und teils sogar direkt vor Schulen. So preisen sie Frauen als Ware an oder setzen sie mit käuflichen Produkten gleich. Dies ist ein Angriff auf die Würde von Frauen und verschleiert die Realität des Gewerbes.

 

Ministerin Bachmann sagte im Übergabegespräch zu, dass der Landtag schon am 30.Oktober diskutieren wird, auf welchem Wege die Bordellwerbung im öffentlichen Raum reduziert oder abgeschafft werden kann. Einige Methoden können nur auf Bundesebene angewandt werden, andere Maßnahmen sind für jede Kommune ergreifbar.

 

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Frauenbeauftragten wird diese Vorhaben selbstverständlich begleiten und bei Bedarf auch daran erinnern, dass über 35.000 Menschen sich für einen öffentlichen Raum ohne Bordellwerbung ausgesprochen haben!