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Freude am Lesen: Grundschüler präsentierten ihr Lieblingsbuch

02.11.2018

Von: Sascha Schmidt


Ein literarisches Quintett der besonderen Art: Fünf junge Leute aus Saarlouiser Grundschulen präsentierten im Theater am Ring ihr Lieblingsbuch und erklärten, warum gerade dieses Werk ihr Herz erobert hat.



So macht Bücherliebe Spaß: Fünf junge Lesefreunde präsentierten im Theater am Ring ihr Lieblingsbuch. Moderiert wurde das literarische Quintett der besonderen Art von Kulturamtsleiterin Julia Hennings. Fotos: Sascha Schmidt

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Von links: Benedikt Schneider, Nicolas Tilk, Linette Kraus, Kulturamtsleiterin Julia Hennings, Xaver Hillebrand und Koray Ünlü.

Dabei ging es munter zur Sache: Inhalt und Form, Sprache, Gestaltung und Abenteuer, mal sind es die kleinen, dann wiederum die ganz großen Dinge, die die Grundschüler in ihren Lieblingsbüchern finden und die sie zu eben solchen machen. Da sind die vielen Zeichnungen, die das Geschehen von „Mein Lotta-Leben“ gekonnt in Szene setzen und die für Linette Kraus das Lese-Erlebnis bereicherten oder die große Spannung in „Insel der Wikinger“, die Koray Ünlü begeisterte. Aus der selben Reihe, „Das magische Baumhaus“, stammte auch Benedikt Schneiders Lieblingsbuch, „Im Auge des Wirbelsturms“, während Nicolas Tilk einen wahren Klassiker der Jugendliteratur mit in die Runde brachte: Michael Endes „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“.

 

Mit „Hörst du wie die Bäume sprechen“ war dann auch noch ein Sachbuch mit dabei, das kindgerecht über das Leben im Wald berichtet. Xaver Hillebrand, der das Buch als Lieblingsbuch vorstellte, hatte außerdem einen Birkenstamm mit dabei. Mit diesem zeigte er ein durch das Buch inspiriertes Experiment: Auf eine Seite rieb er ein paar Tropfen Seife ein, als er auf der anderen Seite hinein pustete, bildeten sich auf der Seifenfläche kleine Bläschen – die Kanäle des Stamms wirken wie Leitungen. Auch die anderen Kinder brachten jeweils einen Gegenstand mit, der in Verbindung zu ihrem Lieblingsbuch stand.

 

Nicht nur um die Bücher ging es, sondern auch ums Lesen – mal am Abend oder direkt nach der Schule. „Ich lese meistens, wenn ich eigentlich schlafen soll“, gestand Linette Kraus. Die Eltern im Publikum nahmen es mit Humor: Zu viel lesen – eine Sünde, die man gerne verzeiht.

 

Moderiert wurde die Runde von Kulturamtsleiterin Julia Hennings, die das unterhaltsame Format zusammen mit der Stadtbibliothek und Bock & Seip auf die Beine gestellt hat. Von der Buchhandlung gab es für die fünf Schüler auch ein literarisches Präsent: Weil die Buchpräsentationen der Mitstreiter die Neugier weckten, durften sich alle Teilnehmer je eines der vorgestellten Bücher aussuchen. Zudem werden die vierten Klassen der teilnehmenden Grundschulen Im Vogelsang und In den Bruchwiesen noch in diesem Schuljahr zu einer Lesung im Theater am Ring eingeladen.