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Gedenken zum Volkstrauertag: Ein Moment des Innehaltens

16.11.2021

Von: Sascha Schmidt


Nachdem das traditionelle Gedenken am Vorabend des Volkstrauertages im vergangenen Jahr pandemiebedingt im kleinen Kreise stattfinden musste, wurde die Gedenkveranstaltung mit Kranzniederlegung in diesem Jahr wieder in gewohnter Weise durchgeführt.



Ein Moment des Innehaltens bot der Vorabend zum Volkstrauertag in diesem Jahr wieder mit den gewohnten Akteuren. Brigadegeneral Jens Arlt hielt dabei die Gedenkrede; Vertreter der Bundeswehr von VDK sowie der Stadt Saarlouis legten Kränze nieder in Erinnerung an die Opfer von Krieg, Terror und Gewalt. Fotos: Sascha Schmidt

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Dabei erinnerte Brigadegeneral Jens Arlt, Kommandeur der Luftlandebrigade 1, in seiner Gedenkrede an die Opfer von Krieg, Terrorismus, Hass und Gewalt. Ein Erinnern, das auch für das nationale Gedächtnis eine wichtige Rolle übernehme. Arlt: „Wir brauchen Momente des Innehaltens wie wir Orte des Gedenkens brauchen.“

 

Selbst angesichts der Erinnerung an den Schrecken und das millionenfache Elend des Ersten Weltkrieges sei die Hoffnung auf einen anhaltenden Frieden nur wenige Jahre später grausam enttäuscht worden. Doch auch nach 1945 seien hunderte Kriege geführt worden. So erinnerte Arlt etwa an den Krieg im ehemaligen Jugoslawien, der bewies, wie fragil die Sicherheit in Europa sei, oder auch an das Karfreitagsgefecht 2010 in Afghanistan, an den Bürgerkrieg und die zahlreichen Konflikte in Syrien und die Flüchtlingskrise 2015 sowie an die Evakuierungsaktion in Kabul vor wenigen Monaten, an der die Luftlandebrigade 1 maßgeblich beteiligt war und bei der er persönlich viel gesehen und erlebt habe.

 

„Der Glaube an einen dauerhaften Frieden ist eine gefährliche Illusion“, betonte Arlt. Nach wie vor sei Gewalt weltweit verbreitet. „Wir dürfen nicht wegschauen – das ist ein Gebot der Menschlichkeit, ein Gebot vorausschauender Vernunft.“ Und weiter: „Unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung und Versöhnung.“

 

Mit einer Kranzniederlegung am Ehrenmal vor dem Landratsamt gedachten OB Peter Demmer für die Kreisstadt Saarlouis sowie Bundeswehr und der VDK Saarlouis an die  Opfer von Krieg, Terror und Gewalt. Musikalisch gestaltet wurde die Feierlichkeit durch die Spielgemeinschaft „Lyra“ Picard-Lisdorf sowie durch den Rathauschor Saarlouis.


Beteiligt waren außerdem die Freiwillige Feuerwehr Saarlouis, das Deutsche Rote Kreuz, Reservistenverband und Verband der Berg- und Hüttenvereine sowie die französische Honorarkonsulin und die evangelische Kirchengemeinde Saarlouis.