Aktuelles  /  Info

Kompostierungsanlage nimmt auch giftige Pflanzenarten

07.08.2018

Von: Sascha Schmidt


Sommerzeit ist Gartenzeit, dazu gehört auch die Pflege der heimischen Grünflächen. Unter den Gewächsen, auf die man dabei stößt, gibt es auch verschiedene giftige Arten, die nicht im normalen Kompost entsorgt werden dürfen. Diese können auf der Saarlouiser Kompostierungsanlage, getrennt vom übrigen Grünschnitt, abgegeben werden.



Wie andere giftige Arten kann das Jakobs Kreuzkraut, getrennt vom übrigen Grünschnitt, auf der Kompostierungsanlage abgegeben werden. Foto: Dietmar Esser

Jakobskreuzkraut, Herkulesstaude und Ambrosia zählen zu den bekanntesten giftigen Gewächsen, die hierzulande keine Seltenheit auf Wiesen und Feldern sind. Sie gehören zu den aggressiv invasiven Arten, das heißt, dass sie sich schnell vermehren und andere Arten verdrängen. Auf ganz verschiedene Weise entfalten solche Pflanzen dabei ihre schädliche Wirkung: Der Saft der Herkulesstaude etwa greift die natürliche UV-Schutzschicht der Haut an und kann bei sonnigem Wetter schnell zu Verbrennungen führen. Jakobskreuzkraut kann für Weidetiere zu lebensbedrohlichen Leberschäden führen.

 

Tauchen diese giftigen Arten auf den eigenen Grünflächen auf, dürfen sie nicht mit dem übrigen Grünschnitt vermischt werden – über den Kompost, der daraus entsteht, würden sie sich sonst nämlich weiter verbreiten. In der Kompostierungsanlage Saarlouis können sie zu den üblichen Konditionen entsorgt werden. Vor Ort werden die entsprechenden Pflanzen gesammelt und von dort zentral zur Verbrennungsanlage in Velsen gebracht. Wichtig: Die giftigen Pflanzen auch bei der Anlieferung nicht mit dem übrigen Grünschnitt vermischen, um eine weitere Verbreitung nicht ungewollt zu unterstützen.

 

Sommeröffnungszeiten (bis 13. November): Dienstag: 10 bis 15 Uhr, Freitag: 10 bis 17 Uhr, Samstag: 8 bis 16 Uhr. Preise: Bis zu zwei Säcke, je 120 Liter: 2 Euro, ein halber Kubikmeter 4 Euro, pro Kubikmeter 8 Euro.