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Musikalischer Besuch aus der Heimat

12.10.2017

Von: Reiner Maria Heib/Sabine Schmitt


Die Chorgemeinschaft MGV 1859 Lisdorf und ihre Formation „HardChor“ gaben gemeinsam mit dem „Volkschor Thalia Celle“ zwei Konzerte im niedersächsischen Celle. Gemeinsam begeisterte man das Publikum.



Die Konzertreise nach Celle war ein voller Erfolg. Hier das erste Konzert in der Kirche in Celle. Foto: Harald Weiler.

Rund 30 Jahre ist es her, dass es den gebürtigen Saarländer Stephan Heib beruflich nach Niedersachsen verschlug. Der Kirchenmusiker, Gesangs- und Klavierlehrer leitet in Celle die Kreismusikschule und darüber hinaus auch den „Volkschor Thalia Celle“. Aus Anlass seines 45-jährigen Chorleiterjubiläums lud er die Chorgemeinschaft MGV 1859 Lisdorf und ihre Formation „HardChor“ zu gemeinsamen Auftritten nach Celle ein. Der Männerchor unter Leitung von Adolph Seidel, wurde durch die eigene, vor vier Jahren gegründete Formation „HardChor“ verstärkt. Natalya Chepelyuk leitet dieses Ensemble, welches sich vorrangig der Rock- und Popliteratur widmet und bereits viel beachtete Auftritte absolviert hat. In Celle übernahm Notenwarte Andreas Klein das Dirigat.


„Schon bei der Stell- und Generalprobe stand fest: Die drei Formationen harmonieren hervorragend“, erklärte Claus Hild, Vorsitzender des Lisdorfer Vereins. Das erste Konzert fand in der Kirche St. Helena statt. Adolph Seidel, Chorleiter des MGV 1859 Lisdorf, wählte die Chorwerke „Ave verum corpus“ von Wolfgang Amadeus Mozart und das „Ave verum“ von Edward Elgar für die gemeinsame Aufführung mit dem Volkschor Thalia aus. Seidel gehört seit 1977 zur Stammbesetzung des renommierten Kammerchores Stuttgart und ist aktives Gründungsmitglied des Kammerchores Saarbrücken. Bei dem Konzert stand er am Dirigentenpult und Stephan Heib begleitete an der Orgel. Für „Gloria“ und „Agnus Dei“ gab es viel Lob vom Publikum, nicht zuletzt wegen der zurückhaltenden Orgelbegleitung. Auch das gemeinsame Sommerkonzert war ein großer Erfolg und bescherte den zahlreichen Besuchern einen besonderen Hörgenuss. Besondere Aufmerksamkeit erfuhr die Solistin Anette Makus, die „Lili Marleen“ und „Für mich solls rote Rosen regnen“ mit außergewöhnlicher Ausdrucksstärke und Einfühlsamkeit vortrug. Für die erfolgreichen Veranstaltungen gabs viel Lob, auch von der Celler Presse, die den „nuancierfähigen Gesang“ des MGV und Adolph Seidel als „großartigen Dirigenten“ feierte. Adolph Seidel bedankte sich beim gastgebenden Volkschor Thalia Celle, dessen Chorleiter Stephan Heib und allen Solisten. Ein weiterer Dank ging an Hans Werner Strauß, dem Vorsitzenden des Stadtverbandes der kulturellen Vereine, welcher den Verein einen Zuschuss für die Konzertfahrt gewährte. Für die nächste Konzertreise liegt bereits eine Einladung aus Luxemburg vor.