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Offizieller Startschuss für den Hauptsammler West

05.07.2017

Von: Petra Molitor


Seit Mitte Mai laufen in Saarlouis die Arbeiten des Entsorgungsverbandes Saar für den Bau des Hauptsammlers West. Der neue Kanal, der in zwei Bauabschnitten realisiert wird, wird die Abwässer der Stadtteile Beaumarais, Neuforweiler und Picard sowie des Überherrner Ortsteiles Felsberg zur Kläranlage Saarlouis leiten, wo sie gereinigt werden. Im ersten Bauabschnitt werden in einem aufwändigen Verfahren rund 900 Meter Kanal verlegt. Die Geschäftsführer des Entsorgungsverbandes, Georg Jungmann und Michael Philippi, stellten die Maßnahme bei einem Ortstermin vor.



Technik, die beeindruckt: Rund 10 Millionen Euro kostet der Bau des neuen Hauptsammlers. Fotos: Petra Molitor, Skizzen: Entsorgungsverband Saar

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„Wie sie sehen, sehen sie im Verhältnis zur Komplexität und zum finanziellen Umfang des Projektes erst einmal nicht viel. Das wirklich Spannende geschieht unter der Erde“, scherzte Georg Jungmann bei der Begrüßung der interessierten Zuhörer im Bereich der Saarlouiser Kläranlage in der Bliesstraße. „Im Gegensatz zum konventionellen Kanalbau, bei dem die Rohre in offene Gräben gelegt werden und was oftmals zu starken Beeinträchtigungen für die Bürger führt, arbeiten wir hier ausschließlich in geschlossener Art und Weise. Die Stahlbeton-Rohrleitungen werden unterirdisch gepresst. Dieses schonende und wirtschaftliche Verfahren tangiert den Verkehrsbereich nur in geringem Maße“, schilderte der EVS-Geschäftsführer. Dies ist umso beachtlicher, denn die Rohre haben einen Gesamtdurchmesser von 1,8 Meter und werden in einer Tiefe von ca. 4,5 Metern ins Erdreich eingebracht.

 

Der Baubeigeordnete der Stadt Saarlouis, Günter Melchior, bedankte sich beim Entsorgungsverband Saar für die rund 10 Millionen Euro teure Investition in das Saarlouiser Abflusssystem. „Von dieser Baumaßnahme profitieren alle. Die Kanalisation in den betreffenden Bereichen wird optimiert und technisch auf den neusten Stand gebracht“, sagte er.

 

EVS-Projektmanager Gerhard Pansa erläuterte die geplanten Arbeiten anschließend im Detail: Der erste Bauabschnitt, der bis Herbst 2017 fertiggestellt werden soll, verläuft parallel zur BAB 620 im Bereich der Anschlussstelle Wallerfangen. Dort kreuzt er die Wallerfanger Straße und die BAB 620. Er erstreckt sich weiter bis zum Betriebsweg westlich des Saaraltarms und verläuft von dort parallel zum Saaraltarm in Richtung der Kläranlage. Teile des bisherigen Hauptsammlers, beispielsweise im Areal des Ford-Hochhauses/Autobahnkreuzes, bleiben zusätzlich weiterhin in Betrieb.

 

Ausführende Firma ist die Sonntag Baugesellschaft aus Dörth/Rheinland-Pfalz, ein Unternehmen, das sich auf solchen Rohrvortrieb spezialisiert hat. Anwohner Johannes Quirin lobte ausdrücklich die Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen den Hausbesitzern und Landwirten, der Baufirma und dem Entsorgungsverband Saar, alles laufe reibungslos und sauber ab.

 

Die Ausschreibung für den zweiten Bauabschnitt ist für Ende 2017 geplant, sodass spätestens im 3. Quartal 2018 mit der Pressung eines rund 2.000 Meter langen Sammlers, der an den Hauptsammler Neuforweiler anschließt, begonnen werden kann.


 

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