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Saarlouis setzt auf E-Mobilität

11.04.2013

Von: Petra Molitor


Laut dem saarländischen Wirtschaftsminister Heiko Maas muss man, wenn man etwas verändern will, selbst mit gutem Beispiel vorangehen und entsprechende Angebote schaffen. Deshalb hat das Saarland für den Bereich Klimaschutz mit Förderung des Bundesverkehrsministeriums und weiteren Partnern das Projekt „e-mobil Saar“ auf den Weg gebracht. In der ersten Phase des Projekts werden an zehn ÖPNV-Knotenpunkten im Saarland Ladestationen für je zwei umweltfreundliche Elektrofahrzeuge errichtet. Anfang April wurde der Standort Saarlouis als erster im Saarland außerhalb der Landeshauptstadt von Staatssekretär Jürgen Barke, dem städtischen Beigeordneten Manfred Heyer und Gästen eingeweiht.



Schlechtes Wetter, tolle Aktion: Insgesamt vier nagelneue Elektrofahrzeuge warten jetzt in Saarlouis auf ihre Fahrer. Fotos: Petra Molitor

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Auf einem Parkstreifen zwischen dem Bekleidungsgeschäft C und A und der Filiale der Kreissparkasse Saarlouis befinden sich die beiden Parkstationen in der Innenstadt, zwei weitere sind am Hauptbahnhof zu finden. Staatssekretär Barke und BGO Heyer begrüßten alle Anwesenden, unter ihnen Vertreter des IZES (Institut für Zukunfts-Energiesysteme), Andreas Michel, Geschäftsführer der Kreisverkehrsvertriebe Saarlouis, die die Aktion als Projektpartner unterstützen und die beiden Stadtverordneten Peter Demmer und Wolfgang Krichel. Von der Stadtverwaltung waren Paul Goebels, Leiter des Amtes für Gebäudemanagement, und Horst Rupp, Klimaschutzmanager der Kreisstadt, vor Ort.

 

Jürgen Barke freute sich, in der „heimlichen Hauptstadt“ den Startschuss für die E-Mobile geben zu können. Unmittelbar in der Nähe des zentralen Busbahnhofes gelegen, sei der Standort optimal für die zukunftsweisende Maßnahme. Er berichtete, dass bis aktuell insgesamt 10 ÖPNV (Öffentlicher Personen Nahverkehr)-Knotenpunkte mit je zwei Fahrzeugen im Saarland errichtet werden – neben Saarlouis unter anderem in Saarbrücken, Homburg, Ottweiler und Heusweiler. Er dankte dem Bundesverkehrsministerium für die finanzielle Unterstützung und der Stadt Saarlouis für die gute Zusammenarbeit bei der Umsetzung. Im Umkehrschluss dankte Manfred Heyer der Landesregierung, die Saarlouis bei der Vergabe der Standorte sofort als „gesetzt“ betrachtete und damit die Attraktivität der Stadt wieder einmal herausstellte. Er wünschte viel Erfolg beim weiteren Verlauf und ein großes Interesse der Bevölkerung am „Car Sharing“, bei dem sich mehrere Nutzer ein Fahrzeug teilen.

 

Die Fahrzeuge können nach einmaliger Anmeldung per Hotline, Internet oder Mobilfunk-App gebucht werden und dann mit Hilfe modernster Technologie geöffnet und genutzt werden. Elektronische Zugangskarten sind entweder die saarVV-Mobilitätskarte oder die Flinkster-Karte der Deutschen Bahn AG. Infos über die anfallenden Nutzungskosten, die Beantragung der benötigten Karten u. v. m. findet man im Internet unter www.e-mobil-saar.de, oder unter den Telefonnummern 0681/5003-377 (Saarbahn Kundenzentrum) bzw. 0800/1282828 (Flinkster Kundeninformation).


Hintergrund:

e-mobil Saar ist ein Forschungsprojekt zur E-Mobilität, das mit Mitteln des Bundeministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung gefördert wird. Ziel des Projekts ist es, den ÖPNV und den Individualverkehr enger miteinander zu vernetzen. Durch den Einsatz des „Car Sharing“ sollen die Angebote von Bus und Bahn noch attraktiver und flexibler werden.

 

Das saarländische Wirtschaftsministerium schuf die Infrastruktur, die Deutsche Bahn AG ist verantwortlich für die Stationierung, den Service, die Disposition und die Wartung der Flotte, das IZES hat die Projektkoordination übernommen, der saarländische Verkehrsverbund und die Verkehrs-Managementgesellschaft Saar haben das Ticketing und die benötigte Mobilitätskarte entwickelt. Nach der momentanen ersten Phase werden im Laufe des Jahres 20 weitere Ladestationen installiert.