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Stadt Saarlouis erhält Förderzusage zur Umgestaltung des „Alten Pfarrgartens“ in Fraulautern

12.11.2021

Von: Dr. Viola Kirchner


Der Stadt Saarlouis wurde von Innenminister Klaus Bouillon offiziell das Zuteilungsschreiben für die Förderung des Projekts "Alter Pfarrgarten Fraulautern" überreicht. Die Umgestaltung der Fläche des ehemaligen Pfarrgartens zu einer attraktiven öffentlichen Grünfläche wird als eine der Maßnahmen im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms "Sozialer Zusammenhalt" realisiert. Die Gesamtkosten von rund 462.000 € werden mit je einem Drittel von Bund und Land bezuschusst.



Innenminister Klaus Bouillon übergab Oberbürgermeister Peter Demmer und Bürgermeisterin Marion Jost den Zuwendungsbescheid. Foto: Petra Molitor

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So wird der Alte Pfarrgarten in Fraulautern zu einem kleinen Park umgestaltet (Ausschnitt Lageplan: Landschaftsarchitekturbüro Carlos Stuckert, Saarlouis).

Die Planung, bei der auch die Fraulauterner Bürgerinnen und Bürger eingebunden waren, ist abgeschlossen. Mit dem Baubeginn wird Anfang des Jahres gerechnet, abgeschlossen wird die Baumaßnahme dann voraussichtlich mit Beginn der Vegetationsperiode.

 

"Wir schaffen mit dem Projekt eine attraktive Grünfläche, als zentralen Treffpunkt für Bewohnerinnen und Bewohner, mitten im Herzen von Fraulautern" freut sich Bürgermeisterin Marion Jost. "Für die Arbeit im Quartier im Rahmen des Städtebauförderprogramms "Sozialer Zusammenhalt" Fraulautern ist das ein riesiger Meilenstein".

 

Auch die Arbeit der Quartierskonferenz Fraulautern zahlt sich aus: Sie hat mit ihren Ideen die Grundlage für einen Entwurfsplan geliefert, der wiederum durch die Anregungen und Hinweise der Fraulauterner im Zuge einer Bürgerbeteiligung Ende letzten Jahres verfeinert wurde. Der Stadt Saarlouis war der Einbezug der späteren Nutzerinnen und Nutzer in die Planung ein großes Anliegen. Viele der Ideen aus der Bürgerbeteiligung finden sich nun in der tatsächlichen Planung des Saarlouiser Landschaftsarchitekturbüros Carlos Stuckert wieder. So wird es beispielsweise wie vorgeschlagenen eine Buchtauschstation geben, die in Form eines "Bücherbaums" realisiert werden wird. Ebenso wurde die Anregung zu bestimmten Pflanzen aufgenommen: ein Walnussbaum wird zentral in der Mitte des Wegekreuzes stehen, biblische Pflanzen stellen den Bezug zum ehemaligen Pfarrgarten her. Auch dem Hinweis, dass einer Verschmutzung durch Hundekot vorgebeugt werden muss, wurde mit der Einplanung von Tütenspendern entsprochen. Manche Ideen konnten nicht umgesetzt werden - zumeist aus Gründen der begrenzt zur Verfügung stehenden Fläche oder weil sie nicht mit dem vorgesehenen Grobkonzept vereinbar waren. Eine Kneipp-Anlage wird zum Beispiel nicht im Alten Pfarrgarten zu finden sein. Der Grund: die Fläche ist begrenzt und es ist bereits ein Wasserelement (Spielbachlauf) vorgesehen.

 

Andere Ideen sind in modifizierter Form eingeflossen. So wurde beispielsweise statt einer vorgeschlagenen Rollstuhlschaukel auf die breiter gefächerte Teilhabe an verschiedenen Angeboten gesetzt: jetzt sind u.a. ein unterfahrbarer Sandtisch, eine Schwengelpumpe und Röhrentelefon mit barrierefreiem Zugang, ein unterfahrbares Hochbeet und grundsätzlich großzügige Wegeführung vorgesehen. Auch die Idee eines Niederseilparcours konnte aufgrund des relativ großen Flächenbedarfs einer solchen Anlage nicht realisiert werden. Trotzdem hat man sich von dem Hinweis inspirieren lassen: Es werden Slackline-Halterungen vorgesehen, die mit der eigenen, mitgebrachten Slackline genutzt werden können und ansonsten kaum Raum einnehmen. Einige der in der Bürgerbeteiligung genannten Punkte wie beispielsweise der Wunsch nach genug Seniorenbänken, genügend Beleuchtung oder Fahrradständer waren ohnehin in der Planung vorgesehen, bestätigten diese aber nochmals. Zukünftig wird sich der Alte Pfarrgarten als einladende Grünfläche präsentieren: mit einheitlicher Gestaltung und vielfältiger Bepflanzung, einer großzügigen Wegeführung, Sitzmöglichkeiten für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen, guter Einsehbarkeit und der Möglichkeit zur Durchführung von Veranstaltungen. Mit dem Vorplatz mit Eingangsbereich und Bouleplatz, dem Kinderspielbereich mit Spielbachlauf, einem Gemeinschaftsgarten und freier Wiesenfläche mit Sitzstufen werden unterschiedliche Bereiche geschaffen: dann gibt es ihn, einen Treffpunkt für alle, direkt im Zentrum von Fraulautern.

 

Interessierte können sich die Planunterlagen derzeit im Quartiersbüro Saarlouis-Fraulautern in der Lebacher Straße 31 ansehen.

 

Info und Kontakt:

 

www.saarlouis.de/deine-stadt/quartiersmanagement-fraulautern