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Stadtbibliothek zeigt Ausstellung über Russlanddeutsche und ihre Geschichte

17.07.2020

Von: Sascha Schmidt


Deutsche aus Russland. Geschichte und Gegenwart Von Deutschland nach Russland und zurück: Eine Ausstellung der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland blickt auf die spannende Geschichte russlanddeutscher Spätaussiedler.



Aus dem Archiv der LmDR: Delegation der Russlanddeutschen Oktober 1988 in Moskau

Vom 22. Juli bis zum 11. August ist sie in der Stadtbibliothek Saarlouis zu sehen. Fast 260 Jahre ist es her, dass die deutschstämmige Zarin Katharina die Große eine große Auswanderungswelle von Deutschen nach Russland auslöste: Am 22. Juli 1763 erließ sie ihr Manifest, mit dem eingewanderte Deutsche in den Steppen der Kirgisen und Tataren Weizen anbauen sollten. Dafür versprach sie ihnen umfangreiche Privilegien und bis zu 30 Hektar Land für jede Familie. So entstanden in den kommenden 100 Jahren zahlreiche deutsche Siedlungen von der Wolga bis zum Kaukasus. Die Folgen der beiden Weltkriege und daraus resultierender Konflikte trafen die Nachfahren der deutschen Auswanderer hart.

 

"Es kam zu Pogromen und Deportationen, Enteignungen, Repressalien und zum Verbot der deutschen Sprache", berichtet die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (LmDR). "So ist es kein Wunder, dass in der Folge viele Deutsche die Russische Föderation sowie die Nachfolgestaaten der ehemaligen UdSSR verlassen haben und ins Land ihrer Ahnen zurückgekehrt sind." Die Ausstellung "Deutsche aus Russland. Geschichte und Gegenwart" informiert über die deutschen Spätaussiedler aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion und ihre spannende Geschichte. Zudem soll sie auch zum Abbau von Vorurteilen und zur Verbesserung der Akzeptanz russlanddeutscher Spätaussiedler in der deutschen Gesellschaft beitragen.

 

Die Ausstellung beginnt am Mittwoch, 22. Juli, um 15 Uhr in der Stadtbibliothek Saarlouis. Eröffnet wird sie von Bürgermeisterin Marion Jost und dem Projektleiter der Ausstellung, Jakob Fischer. Die Ausstellung wurde konzipiert vom LmDR und realisiert mit Mitteln des Bundesinnenministeriums sowie des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. In der Stadtbibliothek Saarlouis zu sehen sein wird sie vom 22. Juli bis zum 11. August. Der Eintritt ist frei.