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Virtuelles Mehrgenerationenhaus hilft im Alltag digital zu kommunizieren

28.08.2019

Von: Sascha Schmidt


Digitale Kommunikation über Tablets kann das generationenübergreifende Miteinander stärken und sinnvoll ergänzen. Hier setzt das neue Virtuelle Mehrgenerationenhaus an und stärkt Menschen, die bislang kaum Kontakt mit Neuen Medien hatten.



Auch wenn es zwischenmenschliche Kommunikation nicht ersetzen kann, ist das Internet ein wichtiger Begegnungsraum. Projektverantwortliche und –Teilnehmer des Virtuellen Mehrgenerationenhauses. Foto: Sascha Schmidt

Wie funktionieren Tablets und wie können sich Menschen erfolgreich und generationenübergreifend digital miteinander vernetzen? Diesem Thema nehmen sich die Virtuellen Mehrgenerationenhäuser an, ein Projekt, das nun auch in der Stadt Saarlouis angelaufen ist. „Wir müssen Menschen, die noch nie in der Situation waren, mit Neuen Medien umzugehen, die Möglichkeit dazu schaffen“, erklärte Monika Bachmann, Ministerin für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie.

 

„Wir wollen Begegnungsräume erweitern und die Generationen miteinander verbinden“, sagte Alexander Guß, Amtsleiter des Amtes für Familien, Soziales, Schulen und Sport, „dazu ist dieses Projekt besonders geeignet.“ Doch nicht nur die Generationen werden mit dem Virtuellen Mehrgenerationenhaus miteinander verbunden. „Wir verknüpfen auch die digitale und die analoge Kommunikation“, erklärte Uwe Conradt, Direktor der Landesmedienanstalt. In Kursen werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über einen längeren Zeitraum begleitet, virtuelle und zwischenmenschliche Kommunikation werden dabei verzahnt und die Medienkompetenz gefördert – „es geht um aktiven, bewussten Umgang mit der digitalen Welt.“

 

Nachdem den Teilnehmern im ersten Schritt die Grundlagen der Tablet-Kommunikation näher gebracht werden, folgen in regelmäßigen Abständen sogenannte „Tablet-Kränzchen“ – gemeinsame Treffen, die es in angenehmer Atmosphäre ermöglichen, das Wissen zu festigen und die Anwendung in den Alltag zu integrieren. Für den Projektzeitraum wird dabei, zunächst leihweise, ein Tablet zur Verfügung gestellt, das bei regelmäßiger Teilnahme in den Besitz der Teilnehmer übergeht, um nachhaltige Vernetzung zu ermöglichen. Mit dabei sind interessierte Einsteiger im Alter von 45 bis fast 80 Jahre. „Der Mehrgenerationenansatz ist damit auch erfüllt“, betont LMS-Direktor Conradt. „Man ist nie zu alt, etwas zu lernen und man ist nie zu alt, um Spaß und Freude zu haben.“

 

Durchgeführt und gefördert wird das Projekt vom MedienNetzwerk SaarLorLux e.V., der Landesmedienanstalt Saarland und dem Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie. Projektkoordinator in Saarlouis ist Christian Gräber vom Miteinander der Generationen.