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Würdevolle Grabgestaltung erinnert an letzten Fraulauterner Bürgermeister

06.12.2017

Von: Sascha Schmidt


Es war in die Jahre gekommen, das Grab des letzten Fraulauterner Bürgermeisters Peter Neis. Nachdem es beim Stadtrundgang der ‚Sozialen Stadt‘ in den Blick geriet, wurde es nun als NBS-Azubi-Projekt würdevoll neu gestaltet.



Würdevolle Erinnerung an den letzen Fraulauterner Bürgermeister: Als Azubi-Projekt realisierte Michelle Gangolff (dritte von rechts) die neue Gestaltung des Grabes von Peter Neis. Foto: Sascha Schmidt

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Peter Neis, letzter Bürgermeister von Fraulautern. Foto: Archiv Guido Fontaine

Wer heute über die Peter-Neis-Brücke fährt, von Fraulautern nach Saarlouis, oder zurück, der hat auch ein Stück Geschichte auf seinem Weg. Denn die Brücke, die man dabei passiert, trägt den Namen des letzten Bürgermeisters von Fraulautern vor der Eingliederung in die Stadt Saarlouis. Fast drei Jahrzehnte leitete der populäre Amtsinhaber die Geschicke des Ortes, bis die eigene Verwaltung durch die Eingemeindung 1936 aufgelöst wurde. Ein knappes Jahr danach verstarb Peter Neis mit nur 60 Jahren. Noch heute befindet sich sein Grab auf dem Alten Friedhof Fraulautern.

 

Lange Zeit wurde die Ruhestätte von einem Ehepaar gepflegt, das mittlerweile selbst verstorben ist. Die Grabhecke verholzte, wurde grau. Bei der Stadtteilbegehung im Rahmen der ‚Sozialen Stadt‘ geriet das Grab in den Blick und damit in die Diskussion. „Gabriel Mahren und ich standen dort und unterhielten uns darüber“, erinnert sich Guido Fontaine, Vorsitzender des Fraulauterner Vereins für Geschichte und Heimatkunde. „Wir haben Beigeordneten Günter Melchior darauf angesprochen, dann ging alles ganz schnell.“

 

Das alte Bürgermeistergrab kam so zum NBS und wurde dort mit offenen Armen empfangen. Regelmäßig werden hier nämlich unter fachkundiger Anleitung selbstständige Projekte von Auszubildenden realisiert – so auch die Neugestaltung des Grabes von Peter Neis.

 

Einebnen, ordentlich aufbauen, pflastern – rund anderthalb Wochen hat Michelle Gangolff, Auszubildende als Gärtnerin in der Fachsparte Garten- und Landschaftsbau, an der Grabstelle gearbeitet und dabei auch einen Praktikanten zur Seite gehabt, für dessen Einsatz sie verantwortlich war. Neben einer würdevollen Anmutung war es dabei auch wichtig, dass das Grab dauerhaft einfach zu pflegen und zu reinigen ist. Mit dem in hellem Granitstein und dunklen Fugen eingefassten Grabstein und der neu eingesäten Wiese ist das ideal gelungen. „Das ist die beste Lösung für die Zukunft“, betont auch Fontaine. Unterdessen hat Gabriel Mahren Kontakt aufgenommen mit dem Enkel von Peter Neis. „Er hat sich unheimlich gefreut, dass sein Großvater noch einmal zu Ehren kommt“, berichtet Mahren. „Die neue Grabgestaltung gibt dem Grab etwas Denkmalhaftes und pflegt damit die Erinnerungskultur an den letzten Fraulauterner Bürgermeister.“