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Zukunft des Saarlouiser Fordwerkes: OB Demmer fordert klares Bekenntnis zum Standort

18.02.2021

Von: Sascha Schmidt


Rund eine Milliarde Dollar investiert Ford in die Modernisierung des Kölner Werkes, um dort den Einstieg in die Elektromobilität zu vollziehen. Über die Zukunft des Saarlouiser Werkes gibt es indes weiterhin keine Aussagen. Das kritisiert der Saarlouiser Oberbürgermeister Peter Demmer scharf.



Foto: Ford

„Die Belegschaft in Saarlouis wird weiter im Unklaren gelassen“, erklärt der Verwaltungschef. „Wir brauchen dringend Planungssicherheit für die Menschen und für das Werk inklusive des Industrieparks in Saarlouis.“ Demmer unterstützt den Vorstoß des Betriebsratsvorsitzenden Markus Thal, der das Ford Management aufforderte, unverzüglich die bereits für Dezember angekündigten Zukunftsgespräche über den Standort Saarlouis zu beginnen.

 

Die Fordwerke mit dem angegliederten Industriepark sichere die Existenz von tausenden Familien in der Region. „Daher ist die Zukunft des Standortes enorm wichtig für die Stadt, den Landkreis und das gesamte Land.“

 

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Saarlouis seien nicht nur hochqualifiziert und motiviert, sagt OB Demmer, „sie haben in den vergangenen Jahren auch große Kraftanstrengungen unternommen, um die Kosten am Produktionsstandort gering zu halten.“ Harte Einschnitte, wie der Wegfall der Nachtschicht oder der Produktionsstopp des C-Max, wurden dabei mitgetragen. Angesichts dessen, sei es kein ehrlicher Umgang mit der Belegschaft, diese weiterhin im Unklaren über die Zukunft des Werkes zu lassen. Vielmehr müsse dieser Einsatz nun mit einem klaren Bekenntnis zum Saarlouiser Werk gewürdigt werden: „Wir brauchen ein Nachfolgemodell für den Focus in Saarlouis mit zukunftsorientierter Technologie – gleich ob Elektroantrieb oder Hybrid“, betont Demmer. „Und wir brauchen ein klares Bekenntnis zum Standort Saarlouis über 2025 hinaus.“