Topaktuell
09.06.2026

Finkler und Speicher: Frontrunner der Transformation dürfen nicht benachteiligt werden

Die Verwaltungsspitzen der Städte Dillingen und Saarlouis, Dillingens Bürgermeister Christian Finkler und Saarlouis Oberbürgermeister Marc Speicher, fordern, dass bei einer anstehenden Änderung am ETS-System, Vorreiter und europaweite Vorbilder wie Saarstahl und Dillinger nicht zur Verlierern werden dürfen.

„Wenn die Vorreiter im europäischen Klimaschutz jetzt abgestraft werden, dann würde der Wohlstand einer ganzen Region und tausende Arbeitsplätze gefährdet. Daraus würde die Erzählung werden können, dass der Schutz des Klimas und die Politik der EU Wohlstand und Arbeitsplätze kostet. Das kann niemand wollen. Die EU muss verlässlich sein“, so Speicher und Finkler.

Saarlouis Oberbürgermeister Speicher und der Dillinger Bürgermeister Christian Finkler haben sich mit einem gemeinsamen Schreiben an die Abgeordneten der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament gewandt. Anlass sind die laufenden Diskussionen über die Weiterentwicklung des Europäischen Emissionshandels (ETS) und die Auswirkungen auf die energieintensive Industrie.

Im Mittelpunkt ihres Appells steht die Forderung, Unternehmen, die frühzeitig und umfassend in die Dekarbonisierung investiert haben, nicht durch veränderte europäische Rahmenbedingungen zu benachteiligen.

Christian Finkler ergänzt: „Die saarländische Stahlindustrie steht beispielhaft für den Mut und die Entschlossenheit, industrielle Produktion klimafreundlich weiterzuentwickeln. Die Weiterentwicklung des ETS muss die europäischen Klimaziele unterstützen und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie sichern. Klimaschutz und industrielle Stärke dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden.“

Marc Speicher erklärt: „Die Transformation der Stahlindustrie ist eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben für das Saarland. Unternehmen, die den Weg zur Klimaneutralität früh eingeschlagen und erhebliche Investitionen getätigt haben, brauchen Verlässlichkeit und faire Wettbewerbsbedingungen. Wer vorangeht, darf am Ende nicht schlechter gestellt werden als diejenigen, die später handeln.“

Beide sprechen sich dafür aus, die Frontrunner der industriellen Transformation gezielt zu stärken und die Rahmenbedingungen so auszugestalten, dass Investitionen in klimaneutrale Technologien belohnt statt belastet werden. Die Zukunft der Stahlindustrie sei von zentraler Bedeutung für Beschäftigung, Wertschöpfung und industrielle Zukunftsperspektiven im Saarland.