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Appell für die Rückkehrer aus dem Kongo

27.12.2006


Der Bundeswehr-Einsatz am Kongo ist vorbei, die Soldaten der Saarlandbrigade sind wieder zu Hause. Aus diesem Anlass fand auf dem Großen Markt in Saarlouis ein öffentlicher Appell statt. Ministerpräsident Peter Müller begrüßte die Rückkehrer.



Oberbürgermeister Roland Henz (3.v.l.) und Ministerpräsident Peter Müller (4.v.l.) schreiten gemeinsam mit der Truppenspitze die Brigade ab. Foto: S. Schmitt

Die Saarlandbrigade habe ihren schwierigen Auftrag mit großer Souveränität erledigt und damit einen „Beitrag zum internationalen Frieden geleistet“, lobte Ministerpräsident Peter Müller die Rückkehrer aus dem Kongo-Einsatz und bezeichnete sie als „Botschafter des Saarlandes“. Seit Juli waren 290 Soldatinnen und Soldaten der Luftlandebrigade 26 in Zentralafrika eingesetzt, um dort die ersten demokratischen Wahlen seit mehr als 40 Jahren zu sichern.

„Ich bin heilfroh, dass General Bescht und seine Truppe heil und gesund wieder da sind“, sagte Oberbürgermeister Roland Henz beim Empfang im Theater am Ring. „In Gedanken waren wir immer bei Ihnen“, erklärte der Verwaltungschef an den Kommandeur gerichtet. Man sei stolz auf die Leistung der Einsatztruppe, fügte er hinzu. Gleichzeitig gab OB Henz zu Bedenken, ob die Bundeswehr nicht überstrapaziert werde.

„Die Soldaten haben zum Erfolg der Wahlen beigetragen“, meinte Generalmajor Hans-Lothar Domröse. Der Kommandeur der Division für Spezielle Operationen, zu der auch die Saarlandbrigade gehört, lobte die Soldatinnen und Soldaten für ihr vorbildliches Verhalten.

„Es ist alles gut gegangen, trotz schwieriger Umstände“, resümierte Brigadegeneral Volker Bescht den Kongo-Einsatz. Die afrikanische Bevölkerung habe die „Vor-Ort-Armee“ als „unparteiisch begriffen“. Bescht bedankte sich ganz besonders bei Oberbürgermeister Roland Henz, der für die Begrüßung der Rückkehrer kurzfristig den Großen Markt zur Verfügung gestellt hatte. Bei seiner Abreise hatte Bescht neben vielen guten Wünschen eine Flagge des Saarlandes vom Ministerpräsidenten erhalten sowie einen Saarlouiser Wimpel vom Oberbürgermeister. „Die Flagge hat fünf Monate auf dem Flughafen geweht und der Wimpel stand die ganze Zeit auf meinem Schreibtisch“. Beides hatte Bescht auch bei seiner Rückreise im Koffer. „Wir sind froh, wieder daheim zu sein“, meinte er.

Der Einsatz:
Vier Monate waren rund 2.400 europäische Soldaten, darunter 780 Deutsche, unter Leitung der Bundeswehr im Kongo und in Gabun eingesetzt. Sie hatten die Aufgabe, die demokratischen Wahlen zu sichern. Der Einsatz war erfolgreich. Aus der Stichwahl ging Joseph Kabila als Präsident hervor.

Das Land:
Die demokratische Republik Kongo hat 60 Millionen Einwohner und liegt im Westen Zentralafrikas. Das Land grenzt an neun andere Staaten. In der Hauptstadt Kinshasa leben rund sieben Millionen Menschen. Die Amtssprache ist Französisch. Die Mehrheit der Bevölkerung gehört dem christlichen Glauben an.


 

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