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Die Neugestaltung des Kleinen Marktes nimmt Formen an

18.12.2003


Die Stadt Saarlouis will ihren Kleinen Markt mit seinen historischen Elementen wieder als Platzfläche erlebbar machen. Der ehemalige „Schweinemarkt“, das „Französische Tor“, die „Tenaille“, die „Brücke“ und der „Wassergraben“ sollen vor dem geistigen Auge der Beschauer wiedererstehen.



Gestaltungsentwurf vom 25. November 2003

Die von Stadtplanungsingenieur Paul Goebels und dem Leiter des Bauamtes der Stadt, Dipl.-Ing. Jürgen Baus, jetzt vorgestellte Planungsidee lässt erwarten, dass dies gelingt.

Die auch unter Einbindung des Tiefbauamtes schon recht detailliert ausgearbeitete Planung stellt die Diskussionsgrundlage für die weiteren Verfahrensschritte dar. Nachdem die Billigung des Ausschusses für Stadtplanung und Umwelt Anfang Dezember erfolgte, will die Verwaltung nun auf dieser Grundlage die betroffenen Träger öffentlicher Belange hören und dann, so sieht es der Zeitplan vor, Anfang Februar in die Bürgeranhörung gehen. Interessierten Bürgerinnen und Bürgern, die jetzt schon Informationsbedarf haben, stehen bis dahin Stadtplanungsingenieur Paul Goebels und Dipl.-Ing. Jürgen Baus im Rathaus gerne für Erläuterungen und zur Beantwortung konkreter Fragen zur Verfügung.

Die Neugestaltung des Kleinen Marktes umfasst die Flächen des Kleinen Marktes zwischen Französischer Straße und Kaiser-Friedrich-Ring bzw. Hohenzollernring unter Einbeziehung der Karcherstraße zwischen der Weißkreuzstraße und der Bibelstraße, der Lothringer Straße bis zur Einfahrt in die Tiefgarage Lothringer Straße 5 – Ärztehaus  – und die Umgestaltung des Einmündungsbereiches Lisdorfer Straße – Hohenzollernring – Kaiser-Friedrich-Ring.

Im Einklang mit der früheren historischen Bedeutung stellt die Neukonzeption den Platzcharakter des Kleinen Marktes deutlich heraus. Die geplanten Gestaltungselemente erscheinen sehr geeignet, dieses Erscheinungsbild zu unterstreichen.

Um die historischen Dimensionen und Elemente wieder erlebbar zu machen, sieht die Planung vor, durch unterschiedliche Ausbildung des Plattenbelages die Ausdehnung des „Schweinemarktes“, den Verlauf der „Tenaille“, der Brücke und des Festungsgrabens kenntlich zu machen. Des Weiteren ist angedacht, das ehemalige Französische Tor durch eine blickdurchlässige Stahlkonstruktion zu symbolisieren. Dies ist zunächst nur eine Gestaltungsidee, die durchaus für ergänzende oder andersartige Überlegungen und Anregungen offen ist. Platziert werden soll diese Konstruktion am historischen Standort. Dieser befand sich etwa in Höhe der jetzigen Einmündung der Lothringer Straße in den Platzbereich.

Die „Tenaille“, zu deutsch „Zangenwerk“, wird ergänzend zur Darstellung im Plattenbelag durch zwei Baumreihen gekennzeichnet. Im Anschluss daran folgte der Hauptgraben, der sich in der Neukonzeption in Gestalt von 2 Wasserbecken wiederfindet. An diesen Bereich grenzen auch die unterirdisch noch vorhandenen Bögen der Grabenbrücke an, die wieder sichtbar und begehbar gemacht werden sollen. Die notwendigen Abgrabungen könnten durch Glasflächen geschlossen werden, so die Planer. Treppenabgänge sollen zu den restaurierten Brückenpfeilern hinführen. Der weitere Verlauf der Brücke bis hin zur Einmündung der Lisdorfer Straße wird wiederum durch entsprechende Gestaltung des Oberflächenbelages kenntlich gemacht.

Die neugestaltete Platzfläche soll vom ruhenden und fließenden Verkehr frei bleiben. Die störungsfreie Abwicklung des fließenden Verkehrs wird über den Hohenzollernring, den Kaiser-Friedrich-Ring und die Lisdorfer Straße sowie einen an der abgehängten Lothringer Straße ausgebildeten Wendekreis gewährleistet. Der reibungslose Ablauf des Busverkehrs ist ebenfalls gesichert. Die Zufahrtsmöglichkeit der Feuerwehr und des Anlieferverkehrs auf den Platz bleibt natürlich auch erhalten.

Was den ruhenden Verkehr anbelangt, so führt die jetzt von der Verwaltung schon sehr detailliert ausgearbeitete Lösung sogar zu einer Mehrung der Stellplätze.

Der geschätzte Kostenrahmen liegt – alle Begleitmaßnahmen eingeschlossen – bei ca. 5 Mio. Euro. Planerische Darstellungen und ausführliche Beschreibungen zur Platzgestaltung und zur Verkehrsführung sind als pdf-Datei diesem Bericht beigefügt. Hinweis: Zum Öffnen der Datei benötigen Sie den Acrobat-Reader.

Mit den Kreisverkehrsbetrieben wurden die verkehrstechnischen Belange der Neuplanung schon im Vorfeld abgestimmt. Das Staatliche Konservatoramt in Saarbrücken ist ebenfalls bereits eingebunden. Eine endgültige Stellungnahme von Dr. Rupert Schreiber, der dort für die Denkmalschutzbelange in den Kreisen Merzig-Wadern und Saarlouis zuständig ist, wird nach dem Jahreswechsel erwartet. Alsdann haben die Saarlouiser Bürgerinnen und Bürger das Wort. Oberbürgermeister Hans-Joachim Fontaine und die in die Planung eingebundenen Ingenieure hoffen auf eine objektive und konstruktive Auseinandersetzung mit den vorliegenden planerischen Überlegungen.

Im Katalog der notwendigen innerstädtischen Entwicklungsmaßnahmen genießt die Neugestaltung des Kleinen Marktes obere Priorität. Will die Stadt ihre Attraktivität als Einkaufsstadt auch für die Zukunft sichern und ihre Bedeutung als touristische Destination ausbauen, dann ist im Bereich Kleiner Markt dringender Handlungsbedarf gegeben. Darüber sind sich im Prinzip alle beteiligten Stellen einig.


 

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