Presse / Pressearchiv  /  Info

Eine schöne Tradition wurde fortgeführt

20.12.2011

Von: Petra Molitor


In Saarlouis und Umgebung kennen alle den „Familienaktionstag“, der jedes Jahr am Tag vor der offiziellen Emmes-Eröffnung stattfindet. Gestaltet wird die Veranstaltung von den Saarlouiser Hilfsdiensten und zahlreichen anderen Institutionen. Die Einnahmen werden traditionsgemäß für einen guten Zweck gespendet.



Ein großes Herz für benachteiligte Menschen haben die Mitwirkenden am Familienaktionstag Foto: Petra Molitor

Der Weihnachtsmarkt bildete 2011 das stimmungsvolle Ambiente für die Scheckübergabe. Trotz Regens kamen viele Mitwirkende zur großen Bühne, auf der Familienaktionstags-Moderator Mike Caspars alle herzlich begrüßte. Insgesamt 4000 Euro waren durch den Einsatz von unter anderem Polizei, Feuerwehr, DLRG, Malteser Hilfsdienst, Deutschem Roten Kreuz, Vereinen und Kindertagesstätten zusammengekommen. „Eine stolze Summe“, so Caspers, der gemeinsam mit Jörg Wilhelmy und Carmelo Di Martino von der Stadt Saarlouis allen Beteiligten herzlich für ihr ehrenamtliches Engagement dankte.


Zwei Einrichtungen teilen sich die Spendensumme


Freuen dürfen sich über je 2000 Euro für ihre Arbeit der Hilfsfonds „Bürger in Not“ des Landkreises Saarlouis, für den Bernd Maus den Spendenscheck entgegennahm, sowie der Verein „Ehrensache“ von Petra Jenal, die zahlreiche ihrer betreuten Schützlinge mit zu dem Termin brachte.


Der Hilfsfonds „Bürger in Not“ hilft Menschen, die in eine unverschuldete Notlage gelangt sind und denen mit den gesetzlich vorgegebenen Möglichkeiten nicht geholfen werden kann. In diesen Fällen leistet der Fonds rasche, unbürokratische und punktgenaue Hilfe. Dafür sind keine bestimmten Voraussetzungen zu erfüllen, in jedem Fall erfolgt eine individuelle Prüfung der Situation, z.B. der finanziellen Verhältnisse und des genauen Bedarfs. Eine Hilfeleistung ist nicht nur ausschließlich bei Empfängern von Sozialleistungen möglich, jedoch wird natürlich überprüft, ob der Hilfesuchende die Notlage nicht aus eigenen Mitteln abwenden kann. Durch diesen Fonds, der sich ausschließlich aus Spenden finanziert, ist es möglich, dass die Hilfsbereitschaft und Freigiebigkeit der Bürger des Landkreises Saarlouis bedürftigen Menschen in  unmittelbarer Nachbarschaft zukommt. Der Hilfsfonds wird vom Amt für Soziale Dienste und Einrichtungen verwaltet.


Der Verein „Ehrensache“ ist die Herzensangelegenheit von Petra Jenal aus Ensdorf. Sie gründete den Verein im Frühjahr 2010, nachdem sie durch einen Fernsehbericht auf ie Hippotherapie aufmerksam wurde, die zahlreichen behinderten Kindern hilft, aber leider nicht von der Krankenkasse bezahlt wird. Hippotherapie ist eine Form von „Krankengymnastik auf dem Pferd“ und dient der Behandlung von Menschen mit Schädigungen oder Störungen des Zentralnervensystems sowie des Stütz- und Bewegungsapparates. Seit der Vereinsgründung hat Petra Jenal zahlreiche Sponsoren und Förderer gefunden, die die Arbeit des Vereins unterstützen. Für ihren Einsatz wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Mit den Spendengeldern finanziert der Verein Therapiestunden sowie Ausrüstungsmaterial und kaufte zuletzt sogar einen Hebelift, mit dem Schwerstbehinderte auf den Pferderücken gehoben werden können. Zur Therapie kommen derzeit rund 50 Kinder und Jugendliche, die Nachfrage steigt stetig. Es gibt mittlerweile eine Warteliste. Es stehen vier Therapiepferde zur Verfügung, mit den Spendengeldern aus dem Familienaktionstag soll noch ein weiteres Pferd finanziert werden.


 

Kontakt

  • Pressestelle Kreisstadt Saarlouis
    Großer Markt 1
    66740
    Saarlouis
    Tel: 06831/443-243; -242; -241
    Fax: 06831/443-495
    E-MAIL

Karte

  • Stadtrundgang
  • Rathaus
  • Orte
  • Sonstige
  • Sportstätten
  • neue Cat