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Fontaine spielt Romantik

22.11.2011


Der Saarlouiser Organist Joachim Fontaine präsentierte in der Evangelischen Kirche in Saarlouis seine neue CD mit dem Titel „Orgel-Romantik entlang der Saar“. Darauf zu hören sind Komponisten, die vom romantischen 19. Jahrhundert bis in die Jahre zwischen den Weltkriegen im deutsch-französischen Grenzraum gewirkt haben.



Jörg Beckers, Roland Henz, Joachim Fontaine und Walter Birk präsentieren die CD „Orgel-Romantik entlang der Saar“. Foto: Sabine Schmitt

„Jahrelange Vorarbeiten in verschiedenen Archiven und im Rahmen von Rundfunksendungen haben mich neugierig gemacht auf einen noch völlig unterrepräsentierten Teil der heimischen Geschichte“, umschreibt Joachim Fontaine die Idee zur Entstehung seiner neuen CD, auf der Komponisten aus Saarbrücken, Blieskastel, Ottweiler, Bedersdorf, Sankt Ingbert und Saargemünd zu hören sind. Joachim Fontaine ist Autor und moderiert beim Saarländischen Rundfunk. Als Philologe unterrichtet er in Teilzeit an einem Gymnasium in Saarbrücken und leitet das Projekt “Mise en Musique” in Luxembourg. Daneben hält er Lehraufträge in Kirchenmusik und Musikerziehung an der Hochschule des Saarlandes.

 

Ein Großteil der Werke sind Welt-Ersteinspielungen

 

Auf der CD hat Fontaine virtuose Konzertwerke und solide Gebrauchsmusik vereint, was sich auch sehr schön „nebenher“ hören lässt, wie er betont. Das bestätigten Oberbürgermeister Roland Henz, der evangelische Pfarrer Jörg Beckers und der städtische Kulturamtsleiter Walter Birk, denen Fontaine einen kleinen Vorgeschmack gab. Auf der CD eröffnet Fontaine den musikalischen Reigen mit Ludwig Boslet, gefolgt von Wilhelm Metz, Karl Roeder, Johann Joseph Veith, August Witlberger, Hermann Küster und schließlich Friedrich Gernsheim. Mit diesen Komponisten präsentiert Joachim Fontaine „saarländische“ Musik, wie sie im 19. und frühen 20. Jahrhundert erklang. Ein Großteil der Werke sind Welt-Ersteinspielungen. Ein umfangreiches CD-Booklet informiert über Leben und Werke der Komponisten.

 

Dokumentation der „Musica Sacra“

 

Für Fontaine war es ein besonderes Anliegen, die Führer-Skrabl-Orgel in der Evangelischen Kirche in Saarlouis mit all ihren Facetten und Klangfarben vorzustellen. Das Instrument wurde 2001 eingeweiht und bereichert seither eine vielfältige Musikpraxis in Liturgie und Konzert. Entsprechend ihres breiten klanglichen Spektrums und dank der herausragenden Akustik in der Kirche, wird die Orgel für eine Vielfalt von Konzerten genutzt. Mit ihren 43 Registern auf drei Manualen besitzt die Orgel die idealen Vorrausetzungen, um die „Musica Sacra“ des 19. Jahrhunderts zu dokumentieren. Diese Dokumentation ist ein Ziel des Arbeitskreises „Regionale Musikgeschichte“, der vor drei Jahren durch die „Akademie für Alte Musik im Saarland“ ins Leben gerufen wurde. Weitere Partner bei diesem CD-Projekt sind die Stadt Saarlouis, die Evangelische Kirchengemeinde und der Saarländische Rundfunk. Die CD ist erhältlich im Fachhandel zum Preis von 18 Euro, im Rathaus für 15 Euro.

 

Autorin: Sabine Schmitt 


 

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