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Freie Fahrt für Berge-Transporter auf betriebseigener Trasse

26.07.2006


Im Beisein zahlreicher Gäste gaben Bergwerksdirektor Dr.-Ing. Gerhard Bronder und Oberbürgermeister Roland Henz am 25. Juli die neue Berge-Transportstraße für den Verkehr frei. Damit ist die von der Stadt Saarlouis und den Fraulautern Bürgern lang erhoffte Entlastung vom Schwerlastverkehr der DSK endlich Wirklichkeit geworden.



Oberbürgermeister Roland Henz, Bergwerksdirektor Dr.-Ing. Gerhard Bronder und Parlamentarischer Staatssekretär a.D. H.-G. Wagner durchschneiden das Band und geben damit die neue Trasse für 450 Bergetransporte pro Tag frei. Foto: DSK

450 LKW, die bislang täglich Waschberge aus der Aufbereitung des Bergwerkes Saar Richtung A8 transportierten, können jetzt vom Grubengelände aus direkt über diese Umgehungstrasse auf den Ostring fahren. Für die Anwohner an der Ortsdurchfahrt in Fraulautern bedeutet dies eine enorme Minderung der Verkehrsbelastung.

In Anbetracht der Verdienste, die sich der Saarlouiser Oberbürgermeister durch die hartnäckige Verfolgung seiner Idee um diese Trasse erworben habe, schlug Bergwerksdirektor Bronder scherzhaft vor, der neuen Straße den Namen „Roland-Henz-Straße“ zu verleihen. Er beglückwünschte den Verwaltungschef dazu, dass dieser sein Ziel erreicht habe. Beglückwünschen könne man aber auch die Fraulauterner Bürgerinnen und Bürger, die davon in Zukunft profitierten.

„Die Planung und Baumaßnahme der Umgehungsstraße für die Bergetransporte des Bergwerks Saar wurden gemeinsam mit der Kreisstadt Saarlouis überaus pragmatisch angegangen und umgesetzt. Das Wichtigste jedoch: Die neue Straße bringt den Bürgerinnen und Bürgern von Fraulautern ab heute die Entlastung, wofür wir uns alle eingesetzt haben", betonte Dr.-Ing. Gerhard Bronder, Leiter des Bergwerks Saar.

Für Oberbürgermeister Roland Henz ist diese Berge-Transportstraße beispielgebend für die Bereitschaft eines Unternehmens, den Interessen der Bevölkerung den Vorrang zu geben vor dem bloßen wirtschaftlichen Nutzen des Unternehmens. Sie sei auch ein Paradebeispiel für eine positive Verknüpfung von Umweltbelangen und wirtschaftlichen Aktivitäten. Jeder Baum, der im Zusammenhang mit dieser neuen Trasse gefällt worden sei, werde im Zuge des ökologischen Ausgleichs hier vor Ort wieder angepflanzt. Der Tag, an dem man diese Berge-Transportstraße ihrer Bestimmung übergebe, sei nicht das Ende einer Erfolgsgeschichte, sondern das erfolgreiche Ende eines von Höhen und Tiefen begleiteten Verhandlungsmarathons, Am Anfang habe seine Idee gestanden, das im Eigentum des Bundes stehende Panzererprobungsgelände für die Stadt nutzbar zu machen. Er habe dafür nicht nur Lob und Anerkennung geerntet, sondern auch einiges an Kritik und Vorwürfen. Umso erfreulicher, dass es trotzdem gelungen sei, im Interesse der Bevölkerung auch die Kräfte der Politik zu bündeln um so gemeinsam mit der DSK und der Bundeswehr zu einer solch einfachen und dennoch effizienten Problemlösung zu gelangen.

Oberbürgermeister Henz dankte allen, die zur Verwirklichung dieses Projektes beigetragen hatten. An der Spitze stehe der damalige Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium und Bundestagsabgeordnete, Hans-Georg Wagner a.D., der ihn von Anfang an auf seinem Weg begleitet und unterstützt habe. Ohne H.-G. Wagner hätte das Projekt keine Realisierungschance gehabt. Sein Dank gelte aber auch den Fürsprechern des Wirtschaftsministeriums und des Oberbergamtes, den Vertragspartnern der DSK, dem Saarlouiser Stadtrat, der die notwendigen Mittel bereitgestellt habe und schließlich auch allen anderen an der Planung und Ausführung des Projektes beteiligten Stellen, angefangen von den Baufachleuten im Saarlouiser Rathaus bis hin zu den an der Maßnahme beteiligten Unternehmen.

Die Vorgeschichte der Berge-Transportstraße geht zurück bis in das Jahr 1999. In Ermangelung eines Flotationsweihers transportierte das Bergwerk Ensdorf seither per LKW Waschberge und Flotationsschlämme vom Grubengelände überwiegend durch die Ortslage von Fraulautern zur A8 nach Friedrichthal-Maybach, aber auch durch den Stadtteil Lisdorf nach Ludweiler. 450 LKW durchquerten seither täglich den Stadtteil Fraulautern, was zu einer nahezu unerträglichen Steigerung der ohnehin schon hohen Verkehrsbelastung für die Anlieger führte. Alle Bemühungen um eine Alternative scheiterten, bis schließlich durch eine Initiative des damaligen MDL und Stadtverordneten Roland Henz Bewegung in die Szene kam. In Verbindung mit seinem Bestreben, das Panzererprobungsgelände durch die Stadt zu erwerben, wurde die Idee geboren, über dieses Gelände eine eigene Trasse für die Berge-Transporter zu bauen. Der Stadtrat unterstützte die betreffenden Vorstellungen. Aber erst nach Amtsantritt von OB Roland Henz konnten die Verhandlungen zwischen der Stadt Saarlouis, der DSK und allen anderen beteiligten Stellen zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden.

„Wir haben es geschafft, allen Meinungsverschiedenheiten und Schwierigkeiten zum Trotz eine gemeinsame Linie zu finden“, erklärte OB Henz mit Blick auf Gerhard Bronder. „Unsere gemeinsame enge Verbundenheit zur Montanindustrie war dafür eine gute Ausgangsbasis“.

Die Unterzeichnung des entsprechenden Vertragswerkes durch Jürgen Eikhoff, Vorstand Produktion der DSK AG, Dr.-Ing. Gerhard Bronder, Bergwerksdirektor, und OB Roland Henz erfolgte am 9. Juni 2005 und wurde als Geburtstagsgeschenk für die Stadt Saarlouis im Jahr ihres 325-jährigen Bestehens und als großer Erfolg in der 100-Tage-Bilanz des damals noch neuen Oberbürgermeisters gefeiert. Nach Abschluss des Genehmigungsverfahrens konnte noch im gleichen Jahr, am 6. Dezember, der Spatenstich vollzogen werden. Die ursprünglich für Anfang 2006 vorgesehene Inbetriebnahme verzögerte sich durch die langanhaltende winterliche Witterung bis Ende Juli. Deshalb bat Dr.-Ing. Gerhard Bronder beim offiziellen Akt der Verkehrsfreigabe um eine schnelle Abwicklung. Jeder LKW, der jetzt noch Bergematerial durch Fraulautern transportiere, sei ein LKW zuviel, so Bronder.


 

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