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OB Fontaine spendet „Geburtstagsgeschenke“ an autistisch Behinderte

03.12.2003


Oberbürgermeister Hans-Joachim Fontaine übergab dieser Tage der Tagesförderstätte für autistisch behinderte Menschen in Fraulautern einen Spendenscheck in Höhe von 7.625,25 €. Dieser Betrag war auf dem vom Saarlouiser Verwaltungschef anlässlich seines 60. Geburtstages eingerichteten Spendenkontos zugunsten autistisch Behinderter eingegangen.



Die Vertreter des Saarländischen Schwesternverbandes freuen sich über die großzügige Spende des Saarlouiser Oberbürgermeisters. Im Bild (v.l.n.r.): Karl-Wilhelm Fricke, OB Fontaine, Brigitte Baumgartner und Paul Dörr. Foto: M. Schwarz

OB Fontaine nutzte die Spendenübergabe, um sich nochmals bei allen Spenderinnen und Spendern herzlich zu bedanken. Er zeigte sich sehr erfreut darüber, dass so viele der Gratulanten und Gäste seiner Bitte gefolgt waren, statt Geschenken eine Spende auf das eigens zu diesem Zweck eingerichtete Konto einzuzahlen. Glücklich sei er auch über die Höhe der Spendenbeträge und die daraus resultierende Gesamtsumme, die er nun den autistisch behinderten Menschen zugute kommen lassen könne. Die Förderung dieser Menschen sei ihm ein Herzensanliegen, so der OB, weil diese Form der Behinderung die Betroffenen selbst und ihre Angehörigen ein Leben lang vor unermessliche Probleme stelle.

 

Im Beisein des Vorstandsvorsitzenden des Saarländischen Schwesternverbandes e.V., Paul Dörr, und des Leiters der Schwerbehinderteneinrichtung Laurentiushöhe in Schwemlingen, Karl-Wilhelm Fricke, nahm die Leiterin der neuen Tagesförderstätte für autistisch behinderte Menschen in Fraulautern, Brigitte Baumgartner, den symbolischen Spendenscheck entgegen.
Im Namen des Trägers der Einrichtung und der dort betreuten Behinderten bedankte sich Paul Dörr für die Spende. Über die Verwendung habe man noch keine konkrete Festlegung getroffen. Man könne aber sicher sein, dass das Geld in Fraulautern zweckdienlich eingesetzt werde.

 

Die Tagesförderstätte in Fraulautern wurde im März 2003 vom Saarländischen Schwesternverband eröffnet. Inzwischen werden dort 6 Behinderte betreut. Die Aufnahme von zwei weiteren Personen ist derzeit in Vorbereitung. Zum Förderprogramm gehören Arbeits- und Beschäftigungstherapien. In der Einzelförderung werden unter anderem Kommunikationsfähigkeit, Wahrnehmung und Konzentration geschult, Bewegungskoordination und Feinmotorik werden trainiert. Das Selbstständigkeitstraining begleitet den gesamten Tagesablauf und zielt auf die Fähigkeit hin, kleine Verrichtungen des alltäglichen Lebens selbstständig zu bewältigen.

 

Wie Vorsitzender Paul Dörr berichtete, sei der Schwesternverband über die Auswahl des Standortes Saarlouis für diese Tagesförderstätte sehr froh. Sie habe dank des engagierten und fachkundigen Einsatzes des dortigen Personals schon nach kurzer Zeit landesweit ein sehr gutes Renommee. Angesichts der guten Erfahrungen, die man auf diesem Gebiet der Betreuung hier habe machen können, erwäge der Träger nun die Schaffung einer vergleichbaren Einrichtung im nördlichen Saarland. Allein die Tatsache, dass in Saarlouis Behinderte aus Losheim und St. Wendel betreut würden, zeige, dass es einen entsprechenden Bedarf gebe. Daran könne man auch den Grad der Bedrängnis ablesen, in dem sich die Angehörigen dieser Behinderten befänden. Denn wenn Angehörige solche Wegestrecken in Kauf nähmen, um einem behinderten Familienmitglied täglich eine therapeutische Betreuung zuteil werden zu lassen, müsse die Not schon sehr groß sein.

 

Paul Dörr lobte in diesem Zusammenhang auch das gute Einvernehmen und konstruktive Zusammenwirken zwischen der Tagesförderstätte und  dem Regionalverband Saar e.V. „Hilfe für das autistische Kind“, der Lebensgemeinschaft Möwe Jonathan e.V. und der Autismus Therapie-Ambulanz Saar.

 

Als angenehm und sympathisch bezeichnete Brigitte Baumgartner auf Anfrage das Verhältnis zwischen den Therapeuten und Bewohnern der Einrichtung und den Menschen in der Nachbarschaft. Bei den täglichen Spaziergängen begegneten die Leute der Gruppe stets freundlich und entgegenkommend.


 

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