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Saarlouis trauert um Dr. Manfred Henrich

10.11.2003


Nach kurzer schwerer Krankheit verstarb im Alter von 78 Jahren Dr. Manfred Henrich, Oberbürgermeister der Kreisstadt Saarlouis von 1967 bis 1987. Seine letzte Ruhestätte findet der Verstorbene in seiner Wahlheimat Drosendorf a.d. Thaya, Österreich.



Dr. Manfred Henrich

Dr. Henrich leitete die Geschicke der Stadt Saarlouis in einer ihrer wichtigsten Epochen, einer Zeit des städtebaulichen, kulturellen und wirtschaftlichen Aufschwungs. Unter seiner Führung entwickelte sich Saarlouis zu einem dynamischen Wirtschaftsstandort, einer attraktiven Einkaufsstadt und einem Zentrum für Schulen, Kultur und Sport. Dr. Henrich war Motor und Initiator zugleich. Die persönlichen Akzente, die er in seiner Amtszeit setzte, sind bis in die heutige Zeit mitentscheidend für die außerordentliche Anziehungskraft, welche die Stadt Saarlouis weit über die Landesgrenzen hat. Damals wurde der Begriff „heimliche Hauptstadt des Saarlandes“ geprägt, dem sich die Stadt Saarlouis auch weiterhin verpflichtet fühlt.

So war Dr. Henrich Impulsgeber für unzählige entwicklungspolitisch außerordentlich bedeutsame  Maßnahmen und Projekte. In seine Amtszeit fallen die Hochwasserfreilegung der Innenstadt, die Bebauung des Stadtteiles Steinrausch und die Eingliederung des Stadtteiles Neuforweiler, der Ausbau des Naherholungsgebietes Saaraltarm, die Sanierung der Kasematten, die Sanierung der Silberherzstraße mit Entstehung des Postgässchens und die Wiederbelebung und gastronomische Erschließung der Altstadt, ebenso der Bau des Inneren und Äußeren Ringes. Gleich zu Beginn seiner Amtszeit knüpfte Dr. Henrich die ersten Kontakte zur Partnerstadt Saint Nazaire, die inzwischen seit 36 Jahren besteht. Er begründete die inzwischen gleichaltrige Saarlouiser Emmes. Das Einzelhandelsspektrum veränderte sich nachhaltig durch Ansiedlung neuer Kaufhäuser. Kindertagesstätten und neue Grundschulen wurden gebaut Es entstanden die Steinrauschhalle, die Kulturhalle Roden und die Mehrzweckhallen Neuforweiler, Picard und Beaumarais, daneben zahlreiche weitere Sportstätten. Mit diesem keineswegs vollzähligen Beispielkatalog mag es an dieser Stelle sein Bewenden haben.

Dr. Henrich war und ist im Bewusstsein all derer, die ihn kannten, eine hochgeschätzte und hochgeachtete Persönlichkeit. Sein ausgeprägtes Rechtsbewusstsein, sein Sachverstand und seine Kompetenz machten ihn zu einem begehrten Mitstreiter und gefürchteten, aber stets respektierten Gegner. In seinem gesamten Wirkungskreis galt er als Quelle der Energie und des Wissens.

Als Mensch zeichnete ihn außerdem aus, dass er sich nicht nur der Arbeit und den Interessen der Stadt Saarlouis verschrieben hatte, sondern dass er auch die schönen Seiten des Lebens zu schätzen vermochte. Seine Familie, er war Ehemann und Vater von zwei Kindern, bedeutete ihm viel. Sie war für ihn eine Ressource der Ruhe und der Kraft.

Die Stadt Saarlouis betrauert seinen Tod zutiefst. Den Hinterblieben gilt das aufrichtige Mitgefühl des Oberbürgermeisters der Kreisstadt Saarlouis, Hans Joachim Fontaine, seiner früheren Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und seiner Freunde und Bekannten.


Am Freitag, dem 21. November findet um 18.00 Uhr ein Trauergottesdienst in der Pfarrkirche St. Ludwig statt. Eine Kondolenzliste liegt ab sofort im Gobelinsaal des Rathauses aus.


 

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