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Schifffahrt auf dem Saaraltarm realisierbar

21.12.2006


Schiffe auf dem Saaraltarm – Darin sieht der Saarlouiser Oberbürgermeister Roland Henz eine Riesenchance für Saarlouis im Wettbewerb der Städte. Das Projekt ist technisch machbar, meinte Thomas Ludewig in seiner Vorstudie. Mit dem Ingenieur und Betriebswirt hat die Stadt einen kompetenten Fachmann ins Boot geholt.



So kann man sich die Schifffahrt auf dem Saaraltarm vorstellen. Fotomontage: Ludewig Evaluation GmbH

Langsam bewegt sich das Schiff im ruhigen Fahrwasser voran. Die 300 Jahre alte Festungsmauer zieht an den Blicken der Fahrgäste vorbei. Die üppige Vegetation lässt kaum glauben, dass man mitten in der Stadt ist. Man befindet sich auf einem zwei Kilometer langen Rundkurs um die Erlebnisinsel Saarlouiser Stadtgarten. Im Ausschuss für Stadtplanung, Bauen und Umwelt lud Dipl.-Ing. und Betriebswirt Thomas Ludewig zu einer „virtuellen“ Jungfernfahrt auf dem Saaraltarm ein. Im Rahmen einer Beamer-Präsentation erläuterte er die technische Machbarkeit des Vorhabens. „Wir haben den Realitätssinn untersucht“, beschreibt es der Fachmann, der hier den ersten Teil seiner dreiteiligen Studie vorstellte. Das Ergebnis was positiv.

„Die Erlebnisinsel ist eine Investition in die Vision Zukunft“ betonte Oberbürgermeister Roland Henz. Saarlouis verfüge über das Alleinstellungsmerkmal „Festung“. Im Wettbewerb der Städte müsse man sich für die Zukunft rüsten. Durch die Erlebnisinsel werde die Stadt eine „beispiellose Anziehungskraft“ erhalten. „Diese Chance sollten wir nutzen“, meinte SPD-Fraktionsvorsitzender Peter Schmolenzky.
Bevor man die Zukunftsaussichten beurteile, müsse zunächst die technische Machbarkeit des Projekts überprüft werden. Erst dann werde die Wirtschaftlichkeit untersucht, machte Beigeordneter Manfred Heyer deutlich.

Damit auch Fahrgastschiffe den Saaraltarm befahren können, braucht man eine Gewässertiefe von 1,50 Meter. Ausgenommen im Bereich der Kläranlage, wo noch ausgebaggert wird, erfüllt der Altarm diese Voraussetzung. Die lichte Höhe von mindestens 3,80 Meter im Bereich der Brücken erfordert bauliche Veränderungen. Für den Hochwasserschutz sind Stemmtore vorgesehen.

Im Rahmen seiner Untersuchungen hat Thomas Ludewig mit betroffenen Interessengruppen Abstimmungsgespräche geführt. Demnach hat das Wasserschifffahrtsamt keine Bedenken hinsichtlich der Anbindung des Saaraltarms an die Schifffahrtsstraße Saar. Der Landesdenkmalpfleger sieht in dem Vorhaben sogar eine Aufwertung der Festungsanlage. Auch die Untere Naturschutzbehörde ist positiv gestimmt.

In der Sitzung legte Ludewig eine Kostenaufstellung über rund 14,8 Mio. € vor, wobei er betonte, dass nicht alle vorgeschlagenen Maßnahmen zwingend realisiert werden müssten und der tatsächliche Kostenrahmen letztendlich vom konkreten Vorhaben abhängig sei. Von den tatsächlichen Kosten zahlt die Stadt rund 55 Prozent, der Rest wird über Förderprogramme finanziert. Die Umsetzung der Maßnahme ist auf vier Jahre ausgelegt.

In seinem nächsten Vortrag wird Thomas Ludewig das Marketingkonzept erläutern. Insbesondere geht es dann um Strategien, Erfolgspotenziale sowie eine Kosten- und Nutzenanalyse.


 

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