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Strahlend weiße Stele aus Stahl für den Dr.-Manfred-Henrich-Platz

25.04.2007


Die Kunstkommission hat entschieden. Den 1. Preis im internationalen Wettbewerb zur künstlerischen Gestaltung des Kreisverkehrs am Dr.- Manfred-Henrich-Platz erlangte Prof. Ben Muthofer aus München/Ingolstadt.



Bürgermeister Klaus Pecina, Prof. Ben Muthofer, Beigeordneter Manfred Heyer, Oberbürgermeister Roland Henz und Staatssekretär Gerhard Wack bei der ersten offiziellen Präsentation des preisgekrönten Entwurfes. Foto: M. Schwarz

Sein Entwurf umfasst eine feingliedrige weiße Stahlstele in einem achteckigen, mit Rohstahlbändern in Achtel geteilten, sonnenfarbenen Bodenelement aus Beton. Die 11 Meter hohe Stele ist zweigeteilt. Aus dem mittig gesetzten Installationspunkt gelangt aus indirekter Strahlung reinweißes Licht gegen die Außenseiten der Stele. Ziel des Künstlers ist es, die Stele Tag und Nacht als deutlich wahrnehmbaren Lichtobelisken erscheinen zu lassen, ohne die Sicht auf das Bahnhofsgebäude zu verstellen oder die Blickverbindung zur Gustav-Heinemann-Brücke zu beeinträchtigen. Sie soll ihre Funktion als aufwertendes künstlerisches Gestaltungselement wahrnehmen, ohne jedoch durch allzu starke Blickbindung zum Sicherheitsrisiko für die Benutzer des Kreisverkehrs zu werden. Auch darauf hat Ben Muthofer bei der Verwirklichung seiner Idee Wert gelegt. Gerade bei Kunstwerken im öffentlichen Verkehrsraum dürfe dieser praxisbezogene Aspekt nicht vernachlässigt werden, betonte Muthofer, als er bei der öffentlichen Preisverleihung sein Werk erläuterte.

Die Dreiecke der mit Stahlbändern aufgeteilten Grundfläche symbolisieren die 8 Stadtteile. Das breitere der Stahlbänder stellt die Saar dar. Die orangefarbenen Betonfelder nehmen den Bezug zur Sonne im Wappen der Stadt Saarlouis auf. Auch die Grundfläche wird von den in die Stele eingebauten Reflektoren angestrahlt. Die Lichteinwirkung lässt die Stele von Ben Muthofer in der Nacht noch sehr viel reizvoller erscheinen, als bei Helligkeit. Eine bei der offiziellen Vorstellung gezeigte Computeranimation lässt dies erahnen. Dieses Kunstobjekt könnte nach den Vorstellungen des Künstlers auch eine perfekte Ergänzung durch weitere kleinere Lichtobjekte dieser Art längs des Straßenraumes der Bahnhofsallee erfahren.

Die Preisverleihung fand dieser Tage in den historischen Gewölben der Kaserne VI statt. Oberbürgermeister Roland Henz konnte hierzu neben den Mitgliedern der Kunstkommission auch Vertreter der Stadtratsfraktionen sowie Bürgermeister Klaus Pecina und Beigeordneten Manfred Heyer begrüßen. Von den Wettbewerbsteilnehmern war auch der 3. Preisträger, Professor Horst Linn aus Dortmund, anwesend. Den 2. Preis hatte die Kunstkommission an Prof. Monika Brandmeier, Berlin, vergeben. Sie ließ Grüße übermitteln, weil sie selbst aus Termingründen an der Präsentation nicht teilnehmen konnte. Der 1. Preis war mit 4.000 € und der 2. und 3. Preis mit jeweils 2.000 € dotiert.

Alle zur 2. Wettbewerbsstufe eingeladenen Künstler hatten am Wettbewerb teilgenommen. Neben den bereits Genannten waren das Christoph Freimann, Stuttgart, Wolfgang Groß-Mario, Mandelbachtal, Robert Schad, Larians, sowie Regina Zapp, Saarlouis, und Christoph Mancke, Lünebach.  Alle Entwürfe waren als Modell bei der Preisverleihung zu sehen. Nachdem die Kunstkommission über die Preisvergabe entschieden hat und Realisierung dieses Entwurfes empfiehlt, ist es nun Sache des Hauptausschusses, über die Bereitstellung der Mittel und die Vergabe des Auftrages an den Künstler zu befinden. Oberbürgermeister Roland Henz hofft, dass der Hauptausschuss der Empfehlung der Kunstkommission folgt. Er hofft weiter, dass dieses Kunstwerk auch in der Bevölkerung die größtmögliche Akzeptanz erfährt. Dies bedeute nicht, dass es jedermann gefallen müsse, fügte er hinzu. Über Kunst lasse sich bekanntlich trefflich streiten. Die Kunst und die Diskussion darüber seien untrennbar miteinander verbunden. Wer sich mit Kunst beschäftige, müsse auch bereit sein, sich dieser Auseinandersetzung zu stellen. Ebenso bekenne er sich zu der Bereitschaft, trotz aller Sparzwänge der Kunst im öffentlichen Raum der Stadt Saarlouis weiterhin einen angemessenen Platz zu sichern. Dies sei bereits kenntlich geworden, als er 2006 wieder eine Kunstkommission ins Leben gerufen habe. Als erste Aufgabe habe sich das parteiunabhängige Gremium nun der künstlerischen Gestaltung des Dr.- Manfred-Henrich-Platzes gewidmet.


 

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