Anlässlich des weltweiten Rett-Syndrom-Awareness-Monats Oktober erstrahlt der Rathausturm des Saarlouiser Rathauses am Freitag, dem 09., und Samstag, dem 10. Oktober 2026, in Magenta. Damit setzt die Stadtverwaltung auch in diesem Jahr ein wichtiges Zeichen für die Sichtbarkeit von Kindern und Erwachsenen mit Rett-Syndrom und macht auf die Relevanz von Forschung und Unterstützung aufmerksam.
Seit 2008 steht der Monat Oktober ganz im Zeichen der Aufklärung über das sogenannte Rett-Syndrom. Ziel ist es, die Erkrankung stärker in das öffentliche Bewusstsein zu rücken und auf die besonderen Herausforderungen der Betroffenen aufmerksam zu machen. Als Zeichen der Solidarität erstrahlen weltweit zahlreiche Gebäude in der Farbe Magenta. Die Farbwahl steht einerseits für Würde, Sensibilität und Mitgefühl. Andererseits vereint Magenta die Farben Rot und Blau, wodurch die Verbindung von menschlicher Zuwendung und wissenschaftlichem Fortschritt zum Ausdruck gebracht wird.
Das Rett-Syndrom ist eine seltene, lebenslange neurologische Erkrankung, von der vorwiegend Mädchen und Frauen betroffen sind. Sie gilt als eine der häufigsten Ursachen für schwere geistige und körperliche Behinderungen nach dem Down-Syndrom. Weltweit ist etwa eine von 10.000 bis 15.000 weiblichen Geburten betroffen. Die Erkrankung tritt meist unerwartet in der frühen Kindheit auf. Nach zunächst unauffälligen ersten Lebensmonaten beginnt das Kind aufgrund einer Genmutation, durch die die Entwicklung des Nervensystems sowie die Regulation weiterer Gene stark beeinträchtigt werden, bereits erworbene Fähigkeiten schrittweise wieder zu verlernen. Wichtig ist hierbei zu betonen, dass es sich um eine genetisch bedingte Entwicklungsstörung des zentralen Nervensystems handelt, die nicht durch äußere Einflüsse wie Impfungen oder das Verhalten während der Schwangerschaft verursacht wird.
