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Fraulautern

Fraulautern hat auf einer Fläche von 573 Hektar Stand Dezember 2019 rund Einwohner. Neben zahlreichen Einzelhandels- und Handwerksbetrieben verfügt der Stadtteil auch über ein eigenes Quartiersmanagement (siehe Verlinkungen). Große und unverzichtbare Arbeitgeber in Fraulautern sind die Firmen Ludwig Schokolade, Nedschroef und Meguin. Der Kirchturm der Dreifaltigkeitskirche wurde aktuell umfangreich saniert, die Umgestaltung des stadteigenen Pfarrgartens seitens der Stadtverwaltung ist in Planung.

Eine frühe Besiedlung der Gegend von Fraulautern ist durch archäologische Einzelfunde belegt. Die Funde reichen bis in vorrömische Zeit zurück in die Eisenzeit(800 – 500 v. Chr.) (späte Hallstadtzeit). Weiterhin sind Funde aus der römischen Zeit belegt. Für die nachrömische Zeit gibt es keine Belege.

Die spätere Entwicklung und Geschichte des Dorfes hängt unmittelbar mit der Geschichte der Abtei zusammen. Bei der Untersuchung der Ursprünge des Ortes Fraulautern und des Klosters stößt man auf eine auffallende Übereinstimmung zwischen der ersten urkundlichen Erwähnung des Ortes 1154 und einer überlieferten Legende:

Ein Graf (Ritter) namens Adalbert von Tiefenbach soll das Kloster Fraulautern in der Erfüllung eines Gelübdes gegründet haben. „Tiefenbach“ oder „Diefenbach“ ist eine alte Flurbezeichnung auf dem Bann der heutigen Gemeinde Ensdorf. Die Flurbezeichnung steht auch im Zusammenhang mit einer Bezeichnung für einen„Distrikt“ „Schloßeck“ in Ensdorf. Der Legende nach war der Graf in der Gegend auf der Jagd. Sein einziger Sohn war ihm nachgelaufen und hat sich dabei im Wald verirrt. Die Suche nach dem Jungen blieb erfolglos. Der Graf legte das Gelübde ab,an der Stelle an der man seinen Sohn tot oder lebendig finden sollte, ein Kloster zu errichten. Zwei Jahre später fand man die Leiche des Kindes in dem Bach der unweit des späteren Klosters in die Saar mündet. Der Graf erfüllte sein Gelübde und ließ eine Kapelle und ein Kloster errichten.

1154: Erste urkundliche Erwähnung von Fraulautern

Im Bestätigungsschreiben des Erzbischofs von Trier, Hillin, steht:

Ein Ritter namens Adalbert übergab sein Besitztum in Lautern dem Erzbischof Meinher (Meginher) von Trier mit der Bestimmung, es sollten sich dort Mönche aus der Abtei Mettlach ansiedeln und diese sollten sich verpflichten, in Lautern eine Kirche und alle zum klösterlichen Leben gehörenden Gebäude zu errichten. Nach erstarken des Klosters sollte dieses von der Abtei Mettlach unabhängig und nicht zins- und abgabepflichtig sein.

Die Abtei Mettlach zögerte aufgrund der letztgenannten Klause. Erzbischof Albero veranlasste darum den Stifter Adalbert zum Rückkauf seiner Schenkung. Albero setzte dann (um) 1142 Kanoniker in Fraulautern ein. Anscheinend blieben die Mönche nur wenige Jahre, wann genau in Fraulautern eine Damenabtei eingerichtet wurde, ist nicht genau nachzuvollziehen, in einer Urkunde um 1160 wird bereits ein Nonnenkloster in Fraulautern erwähnt. Die Damenabtei blieb bis zur französischen Revolution. Durch zahlreiche Schenkungen, Stiftungen und Landkäufe erlangte das Kloster immer mehr Ansehen, Reichtum und Einfluss.

1936 wurde das Dorf Fraulautern in die Stadt Saarlouis eingemeindet, es diente damals als Namenspate für den Namen Saarlautern.

Der Name „Fraulautern“ ist im Gegensatz zum Alter des Dorfes verhältnismäßig jung.Er entstand erst nach der Gründung des am Dorfrand gelegenen Klosters und wirderstmals in einer Urkunde von 1331 (Stiftung des Boemund von Dagstuhl) als„Vrowenluteren“ erwähnt. Bis dahin wird ausschließlich von „Lautern“ gesprochen,wobei die Bezeichnung in vielfach abgewandelter Schreibung vorkommt. Der Begriff„Frauen“ bezieht sich eindeutig auf die Damenabtei. Der Begriff „Lauter“ bedeutet etymologisch etwa „klares Wasser“, „Ort am klaren Wasser“ (ahd.: hluta, lutar; mhd.:luter = hell, klar) und bezieht sich auf den das Dorf durchfließenden Bach (Lauter,Lauterbach).

Geschichtliche Hintergründe: Städtisches Museum Saarlouis, Benedikt Loew M. A.

Quartiersmanagement Fraulautern

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