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„Der Mensch im Vordergrund“

Inklusion und Integration von Menschen mit Behinderungen sind wichtige Themen, natürlich auch in Saarlouis. Bis die Bedürfnisse der Zielgruppe in einer Stadt erkannt werden bedarf es Sensibilität, Durchsetzungsvermögen und Geduld. Oftmals sind es nur kleine Veränderungen, die den betroffenen Menschen das Leben um ein Vielfaches leichter machen können. Eine angepasste Bürgersteighöhe an Fußgängerüberwegen oder akustische Signale an Ampeln sind dabei die bekanntesten Beispiele.

Engagement und Hingabe wurden bei Frank Michler, der die Stelle des Beauftragten für Belange von Menschen mit Behinderungen seit 2018 begleitete, großgeschrieben. Ende des letzten Jahres musste er sein Amt aus gesundheitlichen Gründen niederlegen. Nun wurde bei der Stadt Saarlouis ein/e Nachfolger/in gesucht und auch gefunden.

Seit Sommer 2021 besetzt Monika Gessinger die Stelle der Beauftragten für Menschen mit Behinderungen. Die examinierte Altenpflegerin aus Felsberg hat bereits viele Jahre Erfahrungen mit unterstützungsbedürftigen Menschen sammeln dürfen und seit nunmehr sechs Jahren arbeitet Frau Gessinger im intensiv betreuten Wohnen des Vereines für Sozialpsychiatrie e.V. in Saarlouis.

Auch aus dem privaten Umfeld ist ihr die Arbeit die sie nun als Beauftragte bei der Stadt übernimmt nicht fremd: „Meine Tochter Isabel hat das Down-Syndrom. Ich kenne daher seit Jahrzehnten viele Menschen mit einer Behinderung, ihre Angehörigen und insbesondere die Herausforderungen die mit einer Behinderung und dem damit verbundenen Alltag einhergehen.“ erzählt Monika Gessinger.  Ebenfalls ist Sie Mitglied in den Vereinen „fair leben Saar e.V.“ und „Miteinander leben lernen gGmbH“, die sich für das gemeinsame Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung einsetzen und auch dafür mehrfach ausgezeichnet wurden.

In Ihrer Arbeit wählt sie stets den Terminus „Menschen mit einer Behinderung“, da für Sie immer erst der Mensch im Vordergrund steht und danach erst das Handicap.

In Zukunft wird Monika Gessinger in ihrem Ehrenamt als Schnittstelle zwischen Betroffenen, Stadtrat, Verwaltung und Wohlfahrtsverbänden fungieren, übernimmt beratende Aufgaben und kann Empfehlungen aussprechen. Mit dieser Arbeit werden Impulse für eine Weiterentwicklung in der Behindertenpolitik gesetzt.