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Lokales Bündnis für Familie und die Kreisstadt Saarlouis verabschieden die Borromäerinnnen

Im Jahr 2009 wurden die Feierlichkeiten zum 200jährigen Jubiläum sowie die Ausstellung „1810 – 1939 – Borromäerinnen in Saarlouis“ final erarbeitet. Im gleichen Jahr 2010 erfolgten die Feierlichkeiten sowie die Eröffnung der Ausstellung, die sowohl digital als auch auf Aufstellern zum Ausleihen vorliegt.

Im Rahmen dieser Vorbereitungen wurden seitens des Lokalen Bündnisses für Familie Saarlouis (LBfF) und den Frauen im LBfF (Frauenhistorischer Arbeitskreis) erste Kontakte zum Konvent nach Wallerfangen geknüpft, die sich in den Folgejahren verstetigten. Im selben Jahr wechselte Sr. Claudia als Oberin in den Konvent nach Wallerfangen und war seither ein lebendiges Mitglied in der Bündnisfamilie, in der sie viele Impulse setzte.

Zu einer kleinen Feierstunde lud Bürgermeisterin Marion Jost die Oberin Sr. Claudia, und Sr. Waltraud von den Borromäerinnen, die Sprecherin der Frauen im Familienbündnis Hella Arweiler, die Geschäftsführerin der Frauen im Familienbündnis Dr. Claudia Wiotte-Franz, Astrid Lambert von der Familienbildungsstätte Saarlouis und Mitglied im Leitungsteam des Familienbündnisses sowie Patricia von Papen-Bodek und Jan Bodek in den Empfangssaal des Saarlouiser Rathauses ein.

Für die Stadt Saarlouis sprach Bürgermeisterin Marion Jost ihre Anerkennung für die jahrelange Arbeit der Borromäerinnen in Saarlouis sowie die Arbeit des noch bestehenden Konventes in Wallerfangen aus.

„Die Borromäerinnen haben Saarlouis sowohl ein soziales als auch ein bauliches Erbe hinterlassen“, so Bürgermeisterin Marion Jost. Zum baulichen Erbe zählt sie das Canisianum, das als Hospitalkapelle der Borromäerinnen erbaut wurde. Ende des 19. Jahrhundert erwies sich die bisherige Kapelle entsprechend der Überlieferungen als zu klein. Mit der Zustimmung der Hospitalkommission und der Stadtverordneten-Versammlung wurde der Bau einer neuen Kapelle begonnen. Die feierliche Einweihung der Hospitalkapelle nach Plänen des Dombaumeister Wilhelm Peter Schmitz wurde am 7. Februar 1901 gefeiert. Ein weiteres Erbe findet sich in der Kapelle des heutigen DRK Krankenhauses (ehemaligem Städt. Krankenhaus). Die dortige Gestaltung und Einrichtung ist heute noch in der Tradition der Borromäerinnen erhalten.

„In diesem Jahr hat die Kreisstadt Saarlouis den Borromäerinnen einen Erinnerungsort gewidmet. Mit dem einstimmigen Beschluss des Stadtrates vom 10. Dezember 2020 wurde in der Innenstadt ein Innenhof in der Nähe des ehemaligen Hospitals in der Augustinerstraße (früher Bockstraße) nach den Borromäerinnen benannt“, so Bürgermeisterin Marion Jost. Somit werden die Borromäerinnen an verschiedenen Orten in der Stadt weiterhin und zukünftig sichtbar sein.

Für die Frauen im Lokalen Bündnis für Familie sprach die Sprecherin Hella Arweiler ihren Dank aus.
Vieles haben die Borromäerinnen in Ihrer Zeit „1810 – 1939“ in Saarlouis an Impulsen gegeben. Sie gründeten u.a. eine Kleinkinderbewahrschule für fast 200 Kinder sowie eine Waisenschule für Kinder.

Diese Arbeit und insbesondere die für Mädchen und Frauen war stets eine zentrale Aufgabe, der sich die Borromäerinnen in der jeweiligen Epoche widmeten. Sie initiierten spezielle Angebote für Frauen und Mädchen, gründeten eine Mädchenschule, eine Höhere Töchterschule, eine Nähschule – später Industrieschule für Mädchen, eine Krankenpflegerinnenschule sowie ein Mägdeheim (zum Schutz und zur Zuflucht stellenloser Dienstmädchen und Mitwirkung bei der Stellenvermittlung). Durch die Stiftung eines Anwesens durch Delphine Motte (1816 – 1898) konnten die Borromäerinnen ihre Ideen und sozialen Projekte auch räumlich entsprechend weiterentwickeln. Auch für zukünftige Entwicklungen standen die Borromäerinnen als Patinnen zur Verfügung. „Die Existenz der Gruppe Frauen im Lokalen Bündnis – Frauenhistorischer AK - geht auf die Befassung mit der 200jährigen Geschichte der Borromäerinnen in Saarlouis zurück. Somit wirken die Borromäerinnen auch zukünftig als Impulsgeberin in unserer Gruppe weiter“, so die Sprecherin Hella Arweiler.

Dr. Claudia Wiotte-Franz fasste die Dankworte zusammen: „Das Wirken der Borromäerinnen wird in der Kreisstadt Saarlouis auch zukünftig seinen Platz haben. Ob örtlich bzw. räumlich, wie am neuen Erinnerungsort in der Innenstadt Saarlouis, oder inhaltlich in der Gruppe der Frauen im Lokalen Bündnis – Frauenhistorischer AK, deren Entstehung auf die Ausarbeitung zum 200jährigen Jubiläum zurück geht, die Borromäerinnen haben nun ihren festen Platz in der Historie der Stadt Saarlouis.“