Topaktuell

OB Demmer: "Ford-Entscheidung ist Katastrophe!"

Projekt „Hausbäume für Saarlouis“ startet

Ausstellung "Makrosophie" eröffnet

Barrierefreiheit im öffentlichen Personennahverkehr

Bereits seit Frühjahr 2019 werden in Saarlouis nach und nach Bushaltestellen modernisiert und barrierefrei umgebaut. Mit Hilfe eines „Taktilen Leitsystems“ wird es blinden und stark sehbehinderten Menschen so erleichtert, sich im alltäglichen Leben besser im Öffentlichen Personennahverkehr orientieren zu können.

Die Maßnahme wurde zu 90 Prozent gefördert mit Mitteln des Landeshaushaltes für Zuschüsse zu Investitionen im öffentlichen Nahverkehr. Hier: Nach der Richtlinie zur Förderung der nachhaltigen Mobilität - Barrierefreiheit.

Archivbild an der ausgebauten Haltestelle "Kaserne Vaubanstraße". Von Links: Beigeordneter Günter Melchior, Christian Trenz und Dominik Geimer (beide Fa. Geimer), Rüdiger Leifheit (Stadt Saarlouis) sowie der damalige Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderung, Frank Michler.

Mittlerweile sind Blindenleitsysteme (BLS) in vielen deutschen Städten zu finden. Blinde und stark sehbehinderte Menschen orientieren sich im Alltag häufig mit einem sogenannten Pendel- oder Blindenstock. Dabei handelt es sich um ein Hilfsmittel, mit dem Hindernisse oder Unebenheiten im Boden ertastet werden können. Meist ist das Blindenleitsystem in den Gehweg integriert und hebt sich in Farbe und Beschaffenheit von dem Rest des Bodens ab.  Oft sind die Systeme weiß, damit sie einen guten Kontrast zum dunklen Gehweg bilden. Aber vor allem die taktilen Eigenschaften der Leitsysteme sind relevant. Mit Hilfe ihres Langstocks oder den Füßen können Blinde die Unterschiede zwischen Leitlinienplatten und dem umliegenden Bodenbelag ertasten. Ebenfalls entsteht an den Noppen und Rippen auf den Platten ein anderes Geräusch, wenn man mit dem Langstock darüber fährt.

Man unterscheidet zwei wesentliche Strukturen beim Einsatz von Bodenleitsystemen: Noppen und Rippen. Je nachdem welche Information das Bodenleitsystem anzeigen soll, werden die verschiedenen Strukturen der Platten eingesetzt. Eine mögliche Gefahr oder ein sehr wichtiger Punkt wird mit Noppen gekennzeichnet. Man findet sie oft vor Stufen oder Hindernissen. Die Rippen hingegen dienen der allgemeinen Orientierung beim Gehen. Man findet sie dann als Einstiegs- und Richtungsfelder oder Leitstreifen, diese kennzeichnen dann Eingänge oder Straßenübergänge.

An den modernisierten Bushaltestellen in Saarlouis markieren nun auch die sogenannten Einstiegsfelder die Stellen, an denen der Einstieg in den Bus zu finden ist. Hier spielt auch der Sicherheitsabstand eine wichtige Rolle, dass Unfällen vorgebeugt werden kann, auch dieser wird durch das Taktile Leitsystem kenntlich gemacht.

Die Maßnahme wurde zu 90 Prozent gefördert mit Mitteln des Landeshaushaltes für Zuschüsse zu Investitionen im öffentlichen Nahverkehr. Hier: Nach der Richtlinie zur Förderung der nachhaltigen Mobilität - Barrierefreiheit.

Bushaltestelle
Bushaltestelle

Ausgebaute Bushaltestellle "Rodener Straße" in beiden Fahrtrichtungen.

Gefördert durch: