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Erweiterungsbau der Grundschule Steinrausch in Betrieb

Beinah scheint es so, als hätte er schon immer mit dazu gehört: Der Erweiterungsbau der Grundschule Steinrausch ist abgeschlossen. Mit seiner markanten Holzfassade und den Sichtbetonelementen ist er nicht nur mit dem bereits vorhandenen Schulgebäude wunderbar zusammengewachsen – auch das gesamte Schulgelände profitiert von der neuen Gestaltung. Entstanden sind vier neue Klassenräume mit jeweils dazugehörigen Differenzierungs- und Nachbetreuungsräumen, ein Mehrzweckraum, eine Mensa sowie neue Räume für die Schulverwaltung.

Ziemlich genau zwei Jahre dauerten die Bauarbeiten an dem neuen Bau, durch den das bestehende Schulgebäude der Grundschule Steinrausch um funktional erforderliche, aber bisher nicht vorhandene Räumlichkeiten erweitert wurde. Nach erfolgreichem Abschluss der Arbeiten erscheint der Schulstandort Steinrausch nicht nur optisch in neuem Glanz, er trägt nun auch räumlich allen zukünftigen Erfordernissen Rechnung. Der Erweiterungsbau ist in ein Ergebnis eines nachhaltigen Schulentwicklungsprozesses für die gesamte Saarlouiser Grundschullandschaft, den die Kreisstadt Saarlouis bereits vor Jahren angestoßen hat. Frühzeitig wurden wichtige Weichen gestellt, um nun - neben der Grund- und Ganztagsgrundschule „Im Vogelsang“ auch rechts der Saar einen zweiten Schulstandort mit einem gebundenen Ganztagszweig vorhalten zu können. Möglich gemacht hat dies eine teilweise Umwandlung des Schulangebotes am Standort Steinrausch, wodurch dem wachsenden Bedarf an gebundenen Ganztagsplätzen Rechnung getragen werden soll. Die Tatsache, dass die neue Ganztagsklasse bereits im ersten Jahr mit 24 Schülerinnen und Schülern an den Start ging, bestätigt diese bisherigen Überlegungen eindrucksvoll.

Baulich wurde der neue Trakt nach den neuesten pädagogischen Erfordernissen geplant und umgesetzt. So ist das Raumprogramm so konzipiert, dass die vier Klassenräume im Obergeschoss des Erweiterungsbaus über unmittelbar angeschlossene Differenzierungs- und Nachbetreuungsräume verfügen. Ein solches Raumangebot erlaubt ein flexibles Arbeiten und einen schnellen Wechsel zwischen Aufenthalts- und Erholungsbereichen. Im Erdgeschoss wird künftig die gesamte Schulverwaltung Platz finden, wodurch im Altbau zusätzliche Räume für die Nachbetreuung entstehen. Daneben befinden sich im Erdgeschoss auch eine neue Schulmensa sowie ein Multifunktionsraum. Die neuen Räume gruppieren sich um zwei mit Tageslicht durchfluteten Innenhöfen, von denen einer durch Glas bedeckt ist.

Gemeinsam mit dem bestehenden Gebäude bildet der Neubau einen neuen Eingangshof für die Schule. Von dort führt der Blick entlang der neuen Grünflächengestaltung der Außenanlage, die weitere, bislang brach liegende Bereiche des Schulhofes erschließt und sich harmonisch als Ganzes zusammenfügt. Zahlreiche Bäume auf dem Gelände konnten erhalten werden, zwei große Bäume wurden fachgerecht verpflanzt. Auch die Rampenanlage zum Übergang des Höhenniveaus wurde umgeplant, um die notwendigen Eingriffe in das vorhandene Grün möglichst gering zu halten.

Energetisch wurde ein möglichst sinnvoller Ansatz bei überschaubaren Kosten gesucht. So wurde etwa das Dach extensiv begrünt, gemeinsam mit der Bürger-Energie-Genossenschaft Köllertal (BEG) wurde eine PV-Anlage realisiert. Eine Besonderheit sind zudem die dezentralen Lüftungsgeräte, über die jeder einzelne Schulraum des Erweiterungsbaus separat belüftet wird, um so eine sehr hohe Luftqualität sicherzustellen.

Gestaltet wurde der Erweiterungsbau der Grundschule Steinrausch durch das Architekturbüro ABMP Freiburg, welches als Sieger aus einem durchgeführten Architektenwettbewerb hervorging. Die Kosten für den Neubau betrugen rund 4,9 Millionen Euro.

Für den Erweiterungsbau der Grundschule Steinrausch erhält die Kreisstadt Saarlouis insgesamt maximale Fördermittel aus Landes- und Bundesmitteln in Höhe von rund 2,07 Millionen Euro. Gefördert wird die Maßnahme mit 400.000 Euro Landesmitteln aus dem Investitionsprogramm für Bildung und Kultur II (Ministerium für Bildung und Kultur), mit bis zu 1.663.500 Euro Bundesmitteln aus dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz Schulinfrastruktur – KInvFG II (Ministerium für Inneres, Bauen und Sport) sowie mit 10.097 Euro mit Bundesmitteln zur Energieberatung für Nichtwohngebäude von Kommunen und gemeinnützigen Organisationen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle – BAFA

Der Text ist ursprünglich im Stadtmagazin Vierzehn, Ausgabe 2 /2021 erschienen.