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09.04.2026

Arbeitskammer, IG Metall und Europastadt Saarlouis stellen Film über Ford-Entwicklung vor und diskutieren über Zukunft des Wirtschaftsstandortes Saarlouis

Das Ende des Baus von Autos im Saarland Ford bewegte viele Menschen aus der gesamten Region. Ein Filmabend im Vereinshaus Fraulautern griff diese Thematik auf. Gezeigt wurde die Dokumentation „Nach der Arbeit an den Maschinen“, die die Perspektiven ehemaliger Beschäftigter in den Fokus stellt und persönliche Einblicke in die Folgen der Werksschließung gibt. Im Anschluss diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Gewerkschaften und Institutionen über die zukünftige Entwicklung des Standorts. Der Film wurde von der Arbeitskammer initiiert und stellt ein zeithistorisches Dokument dar. „Ich bin der Arbeitskammer und der IG Metall dankbar für den Film. Wir werden ihn in die neue Ausstellung zur Wirtschaftsgeschichte des Großraums Saarlouis im Museum der Stadt aufnehmen“ so Oberbürgermeister Marc Speicher.

An der Gesprächsrunde nahmen Markus Thal (ehemaliger Betriebsrat), Ralf Cavelius (IG Metall) Patrik Lauer (Landrat) und Marc Speicher (Oberbürgermeister) teil. Moderatorin der Veranstaltung der Arbeitskammer war Dörte Grabbert.

OB Speicher betonte die Bedeutung eines aktiven Strukturwandels. Es gelte, den Blick nach vorne zu richten und neue Impulse zur Diversifizierung der Saarwirtschaft zu setzen.

„Unser Ziel ist es, neue Perspektiven für die Menschen in der Region zu schaffen und gleichzeitig die vorhandenen Kompetenzen vor Ort zu sichern“, so Speicher. Die Verantwortung gegenüber den Beschäftigten müsse dabei stets im Mittelpunkt stehen.

In der Diskussion wurde deutlich, dass der Strukturwandel unterschiedlich bewertet wird. Während aus gewerkschaftlicher Sicht vor allem die konkreten Folgen für die Beschäftigten und der Verlust sicherer Industriearbeitsplätze im Vordergrund standen, wurde von institutioneller Seite die Notwendigkeit betont, den Wandel aktiv zu gestalten und neue Perspektiven durch Qualifizierung und Ansiedlung zu schaffen. Die unterschiedlichen Beiträge machten deutlich, dass es neben wirtschaftlichen Fragen auch um langfristige soziale Stabilität in der Region geht.

Das Ende der Ford-Produktion stellt einen tiefgreifenden Einschnitt für Saarlouis dar, wirtschaftlich wie gesellschaftlich. Gleichzeitig eröffnet der Strukturwandel Chancen für neue Entwicklungen und die Sicherung des Standorts.