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Ideenwettbewerb zeigt, wie der Große Markt einmal aussehen könnte

Der Große Markt soll attraktiver werden: Seine Funktionen als Kommunikations- und Handelsfläche sollen gestärkt, seine Umwelt- und Aufenthaltsqualität verbessert werden. Das hat der Saarlouiser Stadtrat im September 2020 mehrheitlich beschlossen. Um dieses Ziel zu erreichen wurde nun in einem ersten Schritt ein Ideenwettbewerb durchgeführt. Neun Wettbewerbsbeiträge wurden eingereicht und anonym von einer Jury bewertet. Der erste Preis ging dabei an den Entwurf von HDK Dutt und Kist zusammen mit Architekturbüro Wandel Lorch Götze Wach und Tobias Link Lichtplanung.

In ihrer Bewertung lobte die Jury die „stringente Orientierung am barocken Stadtgrundriss“, der Preisträger-Arbeit, die „in hohem Maße die atmosphärische Qualität des Großen Marktes“ bewahre. Mit nur wenigen Eingriffen würde die Platzstruktur noch besser wahrnehmbar. Die Jury hob dabei mehrere Punkte hervor: Den Mut etwa, einen großen Bereich als freie Platzfläche zu bewahren, die Verdopplung der Platanenreihe, die den Platz einrahmt sowie die fast vollständige Entsiegelung der Fläche, durch die eine stärkere Abwehrfähigkeit gegen Klimaeinflüsse erzielt wird. Stärken des Entwurfs seien die phasenweise Umsetzung sowie die verschiedenen Nutzungs- und Veranstaltungsformate, die er bietet. Insgesamt, urteilte die Jury, stelle die Arbeit „einen wertvollen Beitrag zur Transformation des urbanen Stadtraums „Großer Markt Saarlouis“ in eine robuste und dem Klimawandel gerecht werdende Stadtlandschaft dar.“

Die Begutachtung und Diskussion in zwei Bewertungsrunden erfolgte mit anonymisierten Wettbewerbsbeiträgen. Das heißt: Bei ihrer Bewertung wussten die Jurymitglieder nicht, welche Büros sich am Wettbewerb beteiligt haben und welcher Entwurf aus welcher Feder stammt. Die Jury umfasste 15 Fach- und Sachpreisrichtern aus Stadtrat, Verwaltung, freien Architekten sowie dem Vorsitzenden des Verbandes für Handel, Handwerk, Industrie und freie Berufe. Vorsitzender des Preisgerichtes war der Stadtplaner Prof. Dr. Detlef Kurth von der Technischen Universität Kaiserslautern. Die formale und inhaltliche Vorprüfung übernahm die Völklinger agsta UMWELT GmbH.

Insgesamt waren beim Ideenwettbewerb fünf Preise ausgelobt, die in folgender Reihenfolge vergeben wurden: 1. Preis: HDK Dutt & Kist, Saarbrücken mit Architekturbüro Wandel Lorch Götze Wach und Tobias Link Lichtplanung; 2. Preis: Häfner Jiménez Betcke Jarosch Landschaftsarchitektur, Berlin mit Eller + Eller Architekten; 3. Preis Weihrauch + Fischer, Solingen; 4. Preis Bruun & Möllers, Hamburg; 5. Preis: Bauchplan, München.

Ziel des Ideenwettbewerbes ist es, dass die Stadt Saarlouis Ideen für eine mögliche spätere Umsetzung erhält, bindend sind die vorgestellten Entwürfe dabei nicht.

Um die vorgebrachten Ideen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, werden die Beiträge der neun Teilnehmer von Montag, 12. Dezember, bis Freitag, 23. Dezember, in einer Ausstellung im Empfangssaal des Rathauses, 1. Obergeschoss, zu sehen sein.

Das Preisgericht beim Begutachten der eingereichten Arbeiten im Vereinshaus Fraulautern. Die Bewertung erfolgte mit anonymisierten Wettbewerbsbeiträgen, Fach- und Sachpreisjury setzten sich zusammen aus Stadtrat, Verwaltung, freien Architekten und dem Vorsitzenden des Verbandes für Handel, Handwerk, Industrie und freie Berufe. Foto: Ralf Hoffmann

Auszüge aus dem eingereichten Entwurf von HDK Dutt & Kist, Saarbrücken mit Architekturbüro Wandel Lorch Götze Wach und Tobias Link Lichtplanung, der von der Jury mit dem 1. Preis bedacht wurde.