Topaktuell

Wasserentnahmestellen auf den Friedhöfen über die Wintermonate abgestellt

10.02.2026

Starke Wirtschaft und neue Arbeitsplätze: Verwaltungsspitze von Saarlouis besucht Vetter Pharma in Ravensburg

Die Verwaltungsspitze rund um Oberbürgermeister Marc Speicher der Europastadt Saarlouis, begleitet von Wirtschaftsförderer Alexander Guß, reiste Anfang Februar nach Ravensburg, um sich ein persönliches Bild vom international agierenden Pharmadienstleister Vetter Pharma zu machen und die anstehende Ansiedlung im Saarland weiter zu vertiefen.

Die Delegation wurde bei Vetter Pharma herzlich empfangen und umfassend über die Unternehmensstrategie, die Werte des Familienunternehmens mit über 75-jähriger Historie, die aktuelle Geschäftsentwicklung sowie die konkreten Planungen für den neuen pharmazeutischen Produktionsstandort in Saarlouis informiert. Im Zentrum des Gesprächs stand der gegenseitige Austausch über Erwartungen, Rahmenbedingungen und die Rolle lokaler Akteure bei einer erfolgreichen Umsetzung

Neben dem Austausch mit der Unternehmensführung wurde für die Delegation auch ein gemeinsamer Termin mit dem Oberbürgermeister der Stadt Ravensburg, Dr. Daniel Rapp, organisiert. Dabei standen insbesondere kommunale Erfahrungen im Umgang mit einem international tätigen Pharmaunternehmen, Fragen der Standortentwicklung sowie die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Stadtverwaltung im Mittelpunkt des Gesprächs.

„Der persönliche Austausch in Ravensburg hat noch einmal deutlich gemacht, wie wichtig und wegweisend die Entscheidung von Vetter für Saarlouis und den gesamten Wirtschaftsstandort Saarland ist. Mit einer pharmazeutischen Fertigung eröffnet sich bei kluger und verlässlicher Wirtschaftspolitik die Chance, schrittweise ein neues Cluster in einer zukunftsträchtigen Branche aufzubauen. Entscheidend ist dabei, realistisch zu bleiben. Nicht langfristige Potenziale stehen jetzt im Vordergrund, sondern eine belastbare Perspektive dessen, was in absehbarer Zeit tatsächlich am Standort umgesetzt werden kann. Unser Anspruch ist es, die Saarwirtschaft weiter zu diversifizieren und – wie im Fall Vetter – gezielt auf inhabergeführte, mittelständisch geprägte Unternehmen mit langfristigem Engagement zu setzen“, erklärt Marc Speicher, Oberbürgermeister der Stadt Saarlouis.

Der Schwerpunkt der Gespräche lag auf dem ersten Bauabschnitt von Vetter auf dem ehemaligen Ford-Gelände in Saarlouis. Vetter plant dort einen hochmodernen Standort für die aseptische Herstellung injizierbarer Arzneimittel. Der Baubeginn ist für das zweite Quartal 2026 vorgesehen, die ersten Produktionstätigkeiten sollen ab 2031 starten. Insgesamt sind in der finalen Ausbaustufe bis zu 2.000 Arbeitsplätze geplant, wodurch ein bedeutender Beitrag zur regionalen Entwicklung nach dem Produktionsende am Ford-Standort geleistet wird.

„Mit unseren Investitionen in den Standort Saarland und die Europastadt Saarlouis stärken wir nicht nur unsere Präsenz in Deutschland, sondern setzen unser nachhaltiges Wachstum fort. Unsere Entscheidung für Saarlouis basiert auf überzeugenden Standortfaktoren sowie unserer langfristigen strategischen Ausrichtung. Wir sehen großes Potenzial in der Region, verbunden mit der klaren Aussage: Wir kommen, um zu bleiben“, betonte Senator h. c. Udo J. Vetter, Vorsitzender des Unternehmensbeirats und Mitglied der Inhaberfamilie.

Die Europäische Kommission hat zudem einer staatlichen Beihilfe von bis zu 47 Millionen Euro zur Unterstützung des Projekts bereits zugestimmt. Dies unterstreicht die Bedeutung der Ansiedlung für die Arzneimittelversorgung sowie für die wirtschaftliche Stärkung der Region.

Die Europastadt Saarlouis sieht in Vetter einen starken Partner für die Diversifizierung der lokalen Wirtschaftsstruktur. Durch die Zusammenarbeit mit Vetter entstehen nicht nur direkte Arbeitsplätze, sondern es ergeben sich auch zahlreiche Chancen für Zulieferbetriebe, Forschungskooperationen und Qualifizierungsnetzwerke in der Region.

Die Delegation aus Saarlouis dankt der Inhaberfamilie und der  Geschäftsführung von Vetter für den offenen Austausch und freut sich auf die kommenden Schritte im Rahmen des langfristig angelegten Partnerschaftsprozesses.

Text: Sophia Tull

Bild: Vetter Pharma