Im Mittelpunkt eines Gesprächs zwischen der Transfergesellschaft der Ford-Werke und Oberbürgermeister Marc Speicher im Rathaus der Europastadt Saarlouis standen die Transformation der Industrie und die Zukunft der Beschäftigten am Standort Saarlouis.
Seit Dezember 2025 befinden sich rund 1.400 ehemalige Beschäftigte der Ford-Werke GmbH in der 10k-Transfergesellschaft auf dem Werksgelände in Saarlouis. Dort arbeiten sie gemeinsam mit rund 60 Beraterinnen und Beratern an ihrer beruflichen Neuorientierung. Das Ziel besteht darin, neue Perspektiven zu entwickeln und den Übergang in nachhaltige Beschäftigung zu begleiten.
Beim Treffen im Rathaus standen vor allem die Chancen der Region im Strukturwandel im Mittelpunkt. Oberbürgermeister Marc Speicher und die Vertreter der Transfergesellschaft tauschten sich über mögliche Neuansiedlungen von Unternehmen, die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts sowie darüber aus, wie die Qualifikationen der Beschäftigten bestmöglich mit den Bedarfen der regionalen Wirtschaft zusammengebracht werden können.
„Die Menschen, die viele Jahre am Ford-Standort gearbeitet haben, bringen enormes Know-how und Erfahrung mit“, betonte Oberbürgermeister Speicher. „Unser gemeinsames Ziel ist es, diese Kompetenzen in der Region zu halten und neue berufliche Perspektiven zu ermöglichen.“
Die Transfergesellschaft organisiert dazu vielfältige Formate, die Unternehmen, Bildungsträger und Beschäftigte zusammenbringen. Bereits im Februar fand eine Bildungsmesse statt, bei der regionale Bildungsträger ihre Qualifizierungsangebote präsentieren konnten. Darauf folgte eine weitere interne Messe, zu der sich fast 30 Unternehmen ankündigten, um mit den Teilnehmenden ins Gespräch zu kommen.
Die Europastadt Saarlouis unterstützt diesen Prozess und versteht sich als Partner im regionalen Strukturwandel. Der enge Austausch zwischen Stadt, Wirtschaft und Transfergesellschaft soll dazu beitragen, neue Chancen zu erkennen und Perspektiven zu schaffen – für die Menschen und für die wirtschaftliche Zukunft der Region.

Oberbürgermeister Marc Speicher, Kerstin Benedikt, Silvia Kohlberger, Julian Both und Hauptamtsleiter Alexander Guß.
Bild: Katharina Motsch