Im Rahmen der bundesweiten Initiative „Deutsche Vita – Kleine und Große Geschichten“ wurde Patrizio Maci, Landesvorsitzender des Com.It.Es – Saar und Sprecher des Integrationsbeirats der Europastadt Saarlouis, am 15. November zu einem Empfang im Schloss Bellevue eingeladen.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der italienische Staatspräsident Sergio Mattarella würdigten an diesem Tag die Bedeutung der deutsch-italienischen Städtepartnerschaften, die seit Jahrzehnten Brücken zwischen beiden Ländern schlagen.
Im Mittelpunkt des Empfangs stand die Auszeichnung von sechs deutsch-italienischen Städtepartnerschaften für ihre herausragenden Projekte und ihr nachhaltiges Engagement. Der alle zwei Jahre abwechselnd in Deutschland und Italien vergebene Städtepartnerschaftspreis würdigt kommunale Kooperationen, die den kulturellen Austausch, die europäische Verbundenheit und die zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit stärken. Die prämierten Partnerschaften erhielten Förderpreise in Höhe von 36.000 bis 49.000 Euro, um ihre Projekte weiter auszubauen.
Am 11. Dezember folgte die Abschlussveranstaltung „70 Jahre Anwerbeabkommen” in der Italienischen Botschaft in Berlin. In Anwesenheit von diplomatischen Vertreterinnen und Vertretern, zivilgesellschaftlichen Organisationen sowie Zeitzeuginnen und Zeitzeugen wurde die Migrationsgeschichte der italienischen Familien in Deutschland gewürdigt und in den europäischen Kontext eingeordnet. Die Veranstaltung markierte den offiziellen Abschluss des Jubiläumsjahres und betonte die Bedeutung einer modernen, inklusiven Erinnerungskultur. Zudem hatte er die Gelegenheit, mit Natalie Pawlik, der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, zu sprechen. In diesem Gespräch diskutierten sie das Anwerbeabkommen zwischen Italien und Deutschland aus dem Jahr 1955, das einen wesentlichen Beitrag zur Migration italienischer Staatsbürger nach Deutschland leistete. Die beiden tauschten sich über die historischen und gesellschaftlichen Auswirkungen dieses Abkommens aus, durch das nicht nur Arbeitskräfte nach Deutschland kamen, sondern das auch die Grundlage für eine lebendige Gemeinschaft bildete, die heute integraler Bestandteil der deutschen Gesellschaft ist.
Anlässlich seiner Termine in Berlin besuchte Patrizio Maci zudem die Vertretung des Saarlandes beim Bund. Im Gespräch mit dem Bevollmächtigten des Saarlandes, Thorsten Bischoff, erörterten sie die Rolle der italienischen Staatsbürger im Saarland sowie zukünftige Kooperationsmöglichkeiten zwischen Landesinstitutionen und zivilgesellschaftlichen Akteuren.
Durch seine Teilnahme an den zentralen Veranstaltungen in Berlin und die Gespräche auf Landes- und Bundesebene setzt Patrizio Maci ein deutliches ehrenamtliches Zeichen für die Sichtbarkeit der italienischen Community im Saarland und für die Stärkung der deutsch-italienischen Beziehungen.



Fotos: Patrizio Maci