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Vorschlag zur Finanzierung steht – Land, Landkreis und Stadt präsentieren Modell zur ÖPNV-Anbindung auf den Lisdorfer Berg

Das Saarland, der Landkreis Saarlouis und die Stadt Saarlouis haben zusammen unter der Federführung des Saarlouiser Landrates Patrik Lauer mit der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Untere Saar (WFUS) und den Kreisverkehrsbetrieben Saarlouis (KVS) ein Modell erarbeitet, das zeitnah eine ÖPNV-Anbindung des größten Industriegebietes des Landkreises Saarlouis, des Lisdorfer Berges, möglich macht. Dieses Paket sieht zunächst eine längere Erprobungsphase und bei Erfolg eine dauerhaft attraktive Busverbindung auf den Lisdorfer Berg vor. Langfristig ist eine grenzüberschreitenden Buslinie Saarlouis–St. Avold geplant. Hierzu laufen konkrete Gespräche.

Bei einer Informationsveranstaltung des Landkreises Saarlouis und der WFUS für die auf dem Lisdorfer Berg ansässigen Firmen und die Presse am 17. Oktober 2022 haben die beteiligten Partner einerseits ihre konkreten Überlegungen vorgestellt. Andererseits wurde hier auch die Möglichkeit gegeben, die Planungen noch mit den konkreten Bedarfen der Unternehmen abzugleichen. Auch ging es um die Frage der Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über Jobtickets.

Das Modell der drei Partner sieht vor, dass – noch vor der anvisierten vollständigen Betriebsaufnahme der grenzüberschreitenden Buslinie Saarlouis-St. Avold mit den französischen Partnern -  bereits zum Fahrplanwechsel im Dezember 2022 (11.12.2022) in einer ersten Stufe der

neue Busverkehr startet. In dieser soll ein Teilabschnitt der Linie, nämlich die Strecke Bahnhof Saarlouis–Lisdorfer Berg und zurück, mit jeweils mehreren Fahrten pro Tag, von montags bis samstags, bedient werden. Dabei wurde besonders berücksichtigt, dass die Fahrtzeiten den entsprechenden Schichten angepasst sind.

Die Kosten für diese erste Betriebsstufe belaufen sich auf etwa 150 000 Euro pro Jahr. Land, Kreis und Stadt haben sich darauf verständigt, diese zu gleichen Teilen zu übernehmen. Die Realisierung steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der jeweiligen Gremien auf Stadt- und Kreis-Ebene.

Petra Berg, saarländische Ministerin für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz: „Ich freue mich, dass sich der lang gehegte Wunsch nach einer Busanbindung des Lisdorfer Bergs nun erfüllt. Darüber hinaus ist dieses gemeinsame Vorhaben von Stadt, Kreis und Land ein weiterer wichtiger Baustein auf unserem Weg zu attraktiven grenzüberschreitenden Verbindungen zwischen Frankreich und Deutschland. Im Hinblick auf unsere Planung, die Busverbindungen von der Saarlouiser Innenstadt über den Lisdorfer Berg bis nach St. Avold weiterzuführen, sind wir im Ministerium derzeit in guten Gesprächen mit den französischen Partnern.“

Der Saarlouiser Landrat Patrik Lauer: „Das Thema ÖPNV-Verbindung ist von elementarer Bedeutung, gleichermaßen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die schon auf dem Lisdorfer Berg tätig sind als auch für mögliche künftige Beschäftigte. Gerade vor dem Hintergrund des Transformationsprozesses, den wir im Industrielandkreis Saarlouis aktiv voranbringen wollen und müssen, ist es wichtig, solche Verbindungen für die Beschäftigten zu bieten. Ein für Unternehmen wie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hoch attraktiver Lisdorfer Berg ist eine große Chance, die Herausforderungen der Zukunft gut zu meistern.“

Peter Demmer, Oberbürgermeister der Stadt Saarlouis: „Mit dem vorliegenden Modell haben wir eine Möglichkeit gefunden, wie wir den Lisdorfer Berg endlich an das ÖPNV-Netz anschließen und perspektivisch auch eine wichtige Verbindung nach Frankreich auf den Weg bringen können. Für die Unternehmen, für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und für das gesamte Industriegebiet ist das ein wesentlicher Schritt, um die dynamische Entwicklung voranzutreiben – auch mit Blick auf die künftige Erweiterung um den dritten Bauabschnitt und die Stärkung des Wirtschaftsstandortes Saarlouis.“