Topaktuell

14. Juli in Saarlouis: Deutsch-Französisches Freundschaftsfest zum Nationalfeiertag

Öffentliche Bekanntmachungen künftig online abrufbar

03.07.2026

Feuerwehr Saarlouis bekämpft ausgedehnten Großbrand in der Innenstadt

Die Feuerwehr Saarlouis wurde am Sonntagmorgen um 02:19 Uhr zu einem gemeldeten Fahrzeugbrand in die Ludwig-Karl-Balzer-Allee alarmiert.

 

Bereits auf der Anfahrt war ein deutlicher Feuerschein sichtbar. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte standen zwei unmittelbar vor dem Gebäude abgestellte Pkw bereits in Vollbrand. Das Feuer hatte zu diesem Zeitpunkt bereits auf die Fassade des angrenzenden Gebäudes übergegriffen und breitete sich innerhalb kürzester Zeit bis in den Dachstuhl aus.

 

Aufgrund der Größe des Gebäudekomplexes sowie der rasanten Brandausbreitung erhöhte der Einsatzleiter unverzüglich das Alarmstichwort und ließ weitere Kräfte nachalarmieren. Neben allen vier Löschbezirken der Feuerwehr Saarlouis (Innenstadt, Ost, Lisdorf und West) wurden die Feuerwehr Dillingen mit ihrer Drehleiter sowie die Feuerwehr Ensdorf zur Unterstützung der Brandbekämpfung alarmiert.

 

Parallel stellte der Löschbezirk Saarwellingen der Feuerwehr Saarwellingen während des laufenden Einsatzes den Grundschutz für das Stadtgebiet Saarlouis sicher. Zusätzlich wurde der Gerätewagen Atemschutz (GW-AS) des Landkreises Saarlouis zur Einsatzstelle beordert, um die Versorgung der zahlreichen Atemschutzgeräteträger sicherzustellen.

 

Der Brand entwickelte sich zu einem ausgedehnten Dachstuhlbrand, der sich über eine Länge von rund 50 Metern erstreckte. Mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz bekämpften die Flammen gleichzeitig im Innen- und Außenangriff. Insgesamt kamen drei Drehleitern zum Einsatz. Um das Feuer auch von oben wirksam bekämpfen zu können, nutzten die Einsatzkräfte zusätzlich das Dach des unmittelbar angrenzenden Parkhauses als Angriffsweg für einen weiteren Löschangriff.

 

Durch den massiven Löschangriff und den frühzeitigen Aufbau einer Riegelstellung gelang es den Einsatzkräften, eine weitere Brandausbreitung auf angrenzende Gebäudeteile erfolgreich zu verhindern.

 

Rund drei Stunden nach Einsatzbeginn meldete die Einsatzleitung „Feuer unter Kontrolle“. Aufgrund der erheblichen Brandlast und der umfangreichen Nachlöscharbeiten werden sich die Einsatzmaßnahmen voraussichtlich noch bis in den späten Sonntagvormittag erstrecken.

 

Insgesamt befanden sich rund 130 Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie etwa 20 Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes im Einsatz. Die sommerlichen Temperaturen stellten die Einsatzkräfte trotz der Nachtstunden vor eine erhebliche körperliche Belastung. Ein Feuerwehrangehöriger musste während des Einsatzes rettungsdienstlich versorgt werden.

 

Die sanitätsdienstliche Absicherung sowie die Versorgung der Einsatzkräfte wurden durch die Ortsvereine Diefflen und Saarlouis sichergestellt. 

 

Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung vorsorglich über die Warn-App KATWARN aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

 

Neben zahlreichen Kräften der Feuerwehr und des Rettungsdienstes war auch die Polizeiinspektion Saarlouis mit mehreren Einsatzkommandos vor Ort.

 

Vor Ort verschafften sich außerdem Oberbürgermeister Marc Speicher, Kreisbrandinspekteur Bernd Paul sowie Landesbrandinspekteur Timo Meyer einen persönlichen Eindruck von der Lage und dem Einsatzgeschehen.

 

Zur Brandursache sowie zur Höhe des entstandenen Sachschadens können seitens der Feuerwehr derzeit keine Angaben gemacht werden. Die Ermittlungen wurden durch die Polizei aufgenommen.

Foto: PuMa Feuerwehr Saarlouis