Das im März 2026 angekündigte Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) ist noch nicht in Kraft getreten. Aktuell gilt noch die gesetzliche Regelung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG).
Informieren Sie sich mit dem HEIZUNGSWEGWEISER DER BUNDESREGIERUNG über die geltenden Regelungen.
Die bundesrechtlichen Rahmenbedingungen für die Wärmewende befinden sich weiterhin in der Abstimmung. Eine abschließende Entscheidung der Bundesregierung zum Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) wird voraussichtlich im Sommer oder Herbst 2026 erwartet. Erst dann ist eine umfassende, rechtssichere Verbraucherkommunikation zu konkreten Vorgaben, Fristen und Verpflichtungen möglich.
Das Fernwärmenetz des Fernwärme Verbundes Saar ist in Saarlouis bereits großflächig ausgebaut. In Straßenzügen mit einem hohen Wärmebedarf und dichter Bebauung wird die Fernwärme ausgebaut. Prüfen Sie, ob Sie in einem bestehenden Wärmenetzgebiet liegen oder ob ein Ausbau geplant ist.

Sollten Sie innerhalb des bestehenden oder geplanten Wärmenetzes liegen, können Sie eine Anfrage zum Anschluss an den Fernwärme-Verbund Saar GmbH (FVS) richten.
Wärmenetzbetreiber müssen ihre Wärme bis 2045 klimaneutral bereitstellen. Die Fernwärme ist somit eine Möglichkeit, klimaneutral zu heizen. Wenn ein Anschluss an ein Fern- oder Nahwärmenetz nicht möglich ist, gibt es andere klimafreundliche Heizmöglichkeiten.
In vielen Gebäuden, Neu- wie Altbau, können Wärmepumpen eingesetzt werden. Auch Holzheizungen erfüllen die Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes für Heizanlagen mit erneuerbaren Energien. Diese eignen sich vor allem für Gebäude, die zum Beispiel aufgrund von Denkmalschutz nicht saniert werden können und deswegen hohe Vorlauftemperaturen im Heizsystem benötigen. Das Holz sollten Sie möglichst regional beziehen und im Falle von Pellets auf Gütesiegel wie den Blauen Engel achten.
Solarthermieanlagen werden oft zur Warmwasserbereitung eingesetzt. Im Sommer kann so die Heizanlage komplett ausgestellt werden, im Winter kann sie damit unterstützt werden.
Mittlerweile sind sogenannte „H2-ready“-Gasheizungen am Markt, in denen anstelle von Erdgas auch Wasserstoff eingesetzt werden kann. Voraussetzung dafür wäre, dass die jetzigen Erdgasnetze auf Wasserstoff umgestellt werden. Für die Belieferung von Industriekunden in der Region ist das teils geplant oder wird bereits realisiert. Nach derzeitigem Stand ist es unwahrscheinlich, dass künftig ganze Wohngebiete flächendeckend mit Wasserstoff versorgt werden. Grüner Wasserstoff wird zwar durch den Einsatz von erneuerbarem Strom erzeugt, jedoch ist der Wirkungsgrad schlechter als der einer Wärmepumpe. Zudem muss auch der Wasserstofftransport gewährleistet sein. Deshalb gilt: Für die Heizung von Gebäuden ist die direkte Nutzung von Strom über Wärmepumpen effizienter und damit in den meisten Fällen günstiger.
Folgende Schritte können Ihnen bei der Wahl einer passenden Heizung helfen:
1. Modernisierungs-Check
Eine erste Hilfestellung liefert der kostenlose Modernisierungs-CHECK. Mit dem Modernisierungs-Check können Sie Heizungsarten und Sanierungsmaßnahmen hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit vergleichen. Er liefert Ihnen eine Grundlage für eine anschließende Energieberatung.
2. Energieberatung
Nutzen Sie die kostenlose Energieberatung der Verbraucherzentrale für den Einstieg in das Thema:
» Ist Fernwärme in meiner Straße möglich oder geplant?
Informieren Sie sich auf der Gebietsübersichtskarte, ob in Ihrer Straße ein Fernwärmenetzanschluss möglich oder geplant ist. Sie können auch direkt bei dem Betreiber des Fernwärmenetzes in Saarlouis nachfragen.
Falls ja: Holen Sie ein Angebot ein.
Falls nicht: Informieren Sie sich über weitere klimaneutrale Heizungsmöglichkeiten, wie z.B. Wärmepumpen.
Der zuständige Betreiber für das Fernwärmenetz in Saarlouis ist der Fernwärme-Verbund Saar GmbH.
» Angebote einholen und vergleichen
Sprechen Sie mit Handwerkern aus der Region und holen Sie sich mehrere Angebote zum Vergleich ein.
» Fördermittel beantragen
Prüfen Sie, ob mit dem Fördermittelcheck, welche Förderungen für Sie in Frage kommen und beantragen Sie diese rechtzeitig vor dem Maßnahmenbeginn:
